Kleve: Viele Fragen bleiben offen

Kleve: Viele Fragen bleiben offen

Ein solches Chaos wie jetzt beim Ratsentscheid zur Sekundarschule hat die Klever Politik schon lange nicht mehr produziert.

Und Bürgermeisterin Sonja Northing setzte dem noch die Krone auf, indem sie den hinter verschlossenen Türen mit den Fraktionen ausgehandelten Kompromiss - Sekundarschule wird umgewandelt und Kleve alleiniger Standort der Gesamtschule - als beschlossen verkündete, noch bevor überhaupt öffentlich im Rat diskutiert worden war. War dies politische Unerfahrenheit oder der Versuch, sich vor den versammelten Eltern als "Retterin der Sekundarschule" zu profilieren?

Der Eindruck, dass jetzt alles in trockenen Tüchern ist, täuscht. Viele Klever Schulen haben immer noch ein Raumproblem. Wie will die Bezirksregierung genügend Lehrer für die zweite Gesamtschule finden? Wo sollen die Schüler aus Bedburg-Hau hin? Wird es genügend Schüler für fünf Oberstufen in Kleve geben? Viele Fragen bleiben offen.

marc.cattelaens@rheinische-post.de

(RP)