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Kreis Kleve: Verein Gewässerschutz beklagt weiter zuviel Nitrate

Kreis Kleve : Verein Gewässerschutz beklagt weiter zuviel Nitrate

Aus den Brunnenwasserproben, die Ende Mai in Kalkar eingesammelt und ausgewertet wurden, zieht der Verein Gewässerschutz die Erkenntnis, dass weiterhin in vielen Bereichen des Kreises Kleve das Grundwasser erheblich mit Nitraten belastet ist. In jeder dritten untersuchten Probe habe die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter gelegen, sagt Harald Gülzow, der die Untersuchungen durchführt. Analysiert wurde das Wasser aus 80 privat genutzten Brunnen aus dem Nordkreis Kleve und aus Xanten.

Gülzows Forderung: "Die Landesregierung muss in dieser Region dringend zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung der Belastung aus der Landwirtschaft verankern" - entsprechend der verschärften Düngeverordnung. Dazu müssten noch mehr Messungen vorgenommen werden, verlangt der Physiker. In einer Probe aus Schneppenbaum seien bei der Untersuchung 218 Milligramm Nitrat pro Liter festgestellt worden. Weitere mit Nitraten stark verschmutzte Brunnen stellten die Umweltschützer in Pfalzdorf mit 119, in Louisendorf mit 146, in Altkalkar mit 170, in Appeldorn mit 144 und in Vynen mit 124 Milligramm pro Liter fest. Derart belastetes Wasser soll nicht getrunken werden, auch zum Befüllen eines Fischteichs sei es nicht geeignet. "Es besteht die Gefahr, dass es zur Massenvermehrung von Algen kommt. Diese können zum Fischsterben führen."

Damit die Nitratbelastungen im Grundwasser abnehmen, müsse zielgenauer gedüngt werden.

(nik)