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Kleve-Rindern: Verein fördert regionale Lebensmittel

Kleve-Rindern : Verein fördert regionale Lebensmittel

"Oregional Rhein-Waal" mit Sitz in Kleve will die grenzüberschreitende, regionale und nachhaltige Landwirtschaft in der deutsch-niederländischen Grenzregion unterstützen. Produkte sollen mit einem Logo versehen und verkauft werden.

Original regional sollen sie sein, die Produkte, die der jetzt gegründete Verein "Oregional Rhein-Waal" fördern will. "Wir wollen die Erzeugung regionaler Lebensmittel in der deutsch-niederländischen Region zwischen Rhein/Waal und Maas unterstützen. Gleichzeitig soll die ,abnehmende Hand' beziehungsweise der Verbraucher dazu ermutigt werden, mehr regionale Produkte in den Betrieben und Haushalten zu verwenden", erläutert Kurt Kreiten, Vorstandsmitglied und Leiter der Wasserburg Rindern, die Zielsetzung des Vereins.

"Oregional Rhein-Waal" greift Ergebnisse aus dem 2012 abgeschlossenen Projekt "Genießen im Grünen – Groen genieten" auf, dessen Ziel es war, die regionale, nachhaltige Landwirtschaft und die Absatzsteigerung von regionalen Produkten und Dienstleistungen im Grenzgebiet rund um Kleve/Wesel und Nimwegen/Arnheim zu fördern. Dieses Ziel soll fortgeführt werden.

Dazu arbeitet der neu gegründete Verein mit der Gebietskooperation Oregional U.A. mit Sitz in Nimwegen zusammen. Diese Kooperation mit 25 niederländischen und fünf deutschen Unternehmen als Mitgliedern vermarktet landwirtschaftliche Produkte aus der Grenzregion. Sie werden mit dem "Oregional"-Logo versehen und in verschiedenen Hofläden dies- und jenseits der Grenze verkauft. Außerdem werden die Erzeugnisse an Restaurants und Pflegeeinrichtungen geliefert und können im Internet unter der Adresse oregional.nl bestellt werden.

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Der Verein "Oregional Rhein-Waal" hat ebenfalls 30 Mitglieder und sorgt sozusagen für den theoretischen Überbau. So sollen künftig gemeinsame Aktionen, Kampagnen und Veranstaltungen stattfinden, die das Bewusstsein von Verbrauchern für die Vorteile regionaler Produkte schärfen sollen. Die Hochschule Rhein-Waal unterstützt den Verein durch Bildungs- und Forschungsvorhaben.

Auch Walter Hüsges, Bierbrauer aus Wesel, ist "Oregional Rhein-Waal" beigetreten. Obwohl er sein Bier bereits jetzt auch an Supermärkte liefert, ist es ihm ein Anliegen, mehr Menschen für regionale Produkte zu begeistern und den Erzeugern weitere Absatzmöglichkeiten zu erschließen. "Das geht am besten im Verbund. Als Gruppe ist es für die regionalen Erzeuger beispielsweise einfacher, sich auf Messen präsentieren zu können", betont Hüsges. Weitere Beispiele für Produkte, die unter dem Logo "Oregional" verkauft werden, sind Wein aus Groesbeek oder Apfel-Himbeersaft aus dem Gelderland.

Das große Ziel ist es, künftig ein Shop-in-Shop-System zu installieren, bei dem die "Oregional"-Produkte in einem abgetrennten Teil eines Supermarkts präsentiert werden.

Vereinsmitglied können interessierte Personen oder Produzenten werden. "Arbeiten Sie mit daran, das Bewusstsein für eine zukunftsweisende Landwirtschaft in der Grenzregion auszubauen", wirbt Kreiten für eine Mitgliedschaft.

(RP)