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Kalkar: Verein der Freunde Kalkars: Dominikaner Bongert als "Ruhezone"

Kalkar : Verein der Freunde Kalkars: Dominikaner Bongert als "Ruhezone"

Eine mögliche Bebauung des Dominikaner Bongerts in Kalkar ist praktisch vom Tisch. Die Politiker der Nikolaistadt haben sich darauf geeinigt, im neuen Entwurf zum Flächennutzungsplan die "Nicht-Bebauung" festzuschreiben.

Nicht ganz unbeteiligt an dieser Entwicklung ist der Verein der Freunde Kalkars. Die Vereinigung hatte zuletzt noch eine Expertise in Auftrag gegeben. Nach dieser ist der Bongert von großem historischen Wert für die Stadt. Dr. Rudolf Gewaltig vom Verein der Freunde Kalkars begrüßt daher die Entwicklung. "Wir freuen uns, dass die Fläche nicht bebaut wird", sagt er.

Nächster Schritt sei jetzt, ein Konzept für die Nutzung des Bongerts zu entwickeln. Der Verein der Freunde Kalkars hat auch dazu bereits Vorschläge gemacht. In einem ersten Schritt sollen die Grundmauern des früheren Klosters ermittelt werden. Über den Archäologischen Park Xanten (APX) hat der Verein Kontakt mit Archäologen der Uni Köln aufgenommen. Die haben zugesagt, sich demnächst den Bereich anzusehen. Zudem gibt es auch schon Verbindungen zur Hochschule Rhein-Waal. Idee ist, dass der Bereich mit einer Drohne aus der Luft fotografiert wird. "Wir hoffen, dass damit die Grundlinien gut zu erkennen sind", sagt Gewaltig.

Angedacht ist, die Mauern mit Hecken nachzubilden, die von Mauerwerk unterbrochen werden. Künstler Christoph Wilmsen-Wiegmann ist dafür bereits angesprochen worden. Er hat auch ein Kreuz entworfen, das auf dem Raum der früheren Kapelle aufgestellt werden könnte.

"Es soll hier eine innerstädtische Ruhezone geschaffen werden", umschreibt Dr. Gewaltig das Ziel des Konzepts. Zu dem gehört auch, den Teich wieder zu beleben. Wichtig sei, dass die Wiese von Willi Krebbers im jetzigen Zustand bleibe. Bei den Planungen gehe es nur um das städtische Stück entlang der Grabenstraße.

(zel)