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Bauausschuss Kleve: Veränderungssperre für Tiergartenstraße

Bauausschuss Kleve : Veränderungssperre für Tiergartenstraße

Eine Veränderungssperre auf der Tiergartenstraße soll verhindern, dass in das für Kleve wichtige historische Ensemble der klassizistischen Villen eine Bebauung gesetzt wird, die einem neu aufzustellenden Bebauungsplan, der Rücksicht auf die vorhandenen Häuser nehmen soll, widersprechen würde.

"Die Vorschriften über Ausnahmen von der Veränderungssperre sind so gefasst, dass Vorhaben, die die Planungsziele nicht gefährden, auch weiterhin zugelassen werden können", sagt Dirk Posdena, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Kleve.

Die Diskussion über diese Veränderungssperre, die die Tiergartenstraße schützen soll, wird erneut heute im Bauausschuss der Stadt Kleve geführt, der um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt. Für einen neuen Bebauungsplan soll der Bereich der Tiergartenstraße von Kreuzung Gruft bis Museum Kurhaus für eine verträgliche Wohnnutzung und für die Vereinbarungen mit dem Denkmalschutz überprüft werden. Tatsächlich gibt es inzwischen auch Voranfragen für eine Bebauung für ein freies Grundstück in dieser für die Kreisstadt architektonisch sensiblen Lage.

Auf der Tagesordnung steht auch der Bebauungsplan Hellingsbüschchen, Lindenallee und Stadionstraße. Hier hat die Verwaltung den seit Jahren diskutierten Plan abermals geteilt. Die teils im historischen Städtebau stehenden Häuser auf der oberen Lindenallee bleiben jetzt unberührt: Sie sind nicht mehr Bestandteil des Bebauungsplanes, so dass das Gesicht der Straße gewahrt wird.

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Im Bereich hinter der Straße Hellingsbüschchen sind acht Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser vorgesehen. Die Erschließung dieses neuen Baugebietes würde laut Plan über die Lindenallee erfolgen - sie könnte aber auch an das Hellingsbüschchen angeschlossen werden.

Damit in Griethausen ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden kann, muss auch der Bebauungsplan am Postdeich in Griethausen entsprechend geändert werden. Die Fläche ist bis jetzt als Sportplatz genutzt und dient ebenfalls der Feuerwehr. Hier soll künftig auch das Gerätehaus der Feuerwehr stehen, so Posdena in der Vorlage zum Bauausschuss.

(mgr)