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Kleve/München: Urteil: 210 630 Euro für den Makler

Kleve/München : Urteil: 210 630 Euro für den Makler

Wie hoch der Kaufpreis ist, den Bernd "Mom" Zevens für die beiden Mensing-Modehäuser in der Klever Unterstadt bezahlt hat, verrät der Klever Unternehmer nicht.

Der Betrag wird jedoch um ein Vielfaches größer sein als der, zu dessen Zahlung an einen bayerischen Immobilienmakler die 23. Zivilkammer am Landgericht München I den niederrheinischen Geschäftsmann kürzlich verurteilt hat. 210 630 Euro Provision plus Zinsen in Höhe von acht Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 21. Mai 2010 muss die zum "Imperium" von Zevens gehörende Rilano Group GmbH laut dem Urteil der Zivilkammer nach dem Kauf eines Hotels im österreichischen Kitzbühel (6,3 Millionen Euro) durch die Zevens Invest GmbH an den Vermittler bezahlen. Ferner ist die Zevens Hotelgruppe noch dazu verurteilt worden, außergerichtliche Mahnkosten in Höhe von 2534,20 Euro und die Prozesskosten zu begleichen. (Az. 23 O 21237/13)

Es hatte mehrfach Gespräche über die Immobilie in Kitzbühel zwischen der Rilano Group und dem Makler gegeben. Gekauft hatte das österreichische Hotel jedoch die Zevens Invest GmbH. Für das Gericht war aber klar: "Im Streitfall liegt die wirtschaftliche Identität durch die dichte gesellschaftliche Verflechtung und insbesondere dadurch vor, dass hinter der auftraggebenden und kaufenden Gesellschaft letztlich als Naturalperson Bernd Zevens steht."

(RP)