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Ursula Pitzner möchte Bürgermeisterin in Bedburg-Hau werden

Kommunalwahl 2020 : Pitzner möchte Bürgermeisterin in Bedburg-Hau werden

Es wird spannend in Bedburg-Hau: Wie Stefan Veldmeijer geht jetzt auch Ursula Pitzner als parteilose und unabhängige Kandidatin an den Start. Dazu kommen die drei CDU-Bewerbungen um das Bürgermeisteramt von Peter Driessen.

Ursula Pitzner möchte Bürgermeisterin in der Gemeinde Bedburg-Hau werden. Das teilt die Sozial- und Politikwissenschaftlerin am Sonntag in einer Pressemitteilung mit. Pitzner geht als parteilose und unabhängige Kandidatin an den Start. Das heißt: Sie muss, um überhaupt antreten zu können, mindestens 130 Unterstützerunterschriften aus der Bevölkerung sammeln. Ob sie von politischen Parteien in Bedburg-Hau Unterstützung erfährt, ist noch unklar. „Bislang trete ich als parteilose und unabhängige Bürgermeisterin an, die Brücken zwischen den Parteien bauen möchte“, sagt Pitzner auf Anfrage unserer Redaktion.

Ursula Pitzner wohnt nach eigenen Angaben seit frühester Kindheit in der Gemeinde Bedburg-Hau. Sie hat zwei erwachsene Töchter und wird im April 60 Jahre alt. In Qualburg singt und engagiert sich im Heimatchor „Qualburg im Takt“ und ist zudem Mitglied in weiteren sieben Vereinen in Bedburg-Hau.

Seit jeher bringt Pitzner, so sagt sie es selbst, Beruf und Studium mit Familie, Pflege und Ehrenamt unter einen Hut. Als Altenpflegerin arbeitete sie beim Caritasverband Kleve. Als Sozialarbeiterin leitete sie das Haus der Familie in Emmerich und als Erziehungswissenschaftler war sie Regionalleiterin beim LVR-HPH. Mit ihrem letzten Abschluss als Sozial- und Politikwissenschaftlerin baute sie ihr Unternehmen Pitzner Consult aus und ist heute tätig in Diensten und Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände, bei Bildungsträgern, in Unternehmen und Behörden. Sie berät Teams und Führungskräfte und ist Referentin für Sozialrecht. Als Lehrbeauftragte der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) lehrt sie im Bachelor- und Masterstudiengang Gesundheits- und Sozialmanagement sowie Nachhaltigkeit. Regional und bundesweit gehört sie mehreren Netzwerken und Vereinigungen an. Politisch war sie auch schon einmal aktiv. So war Ursula Pitzner einst Mitglied der Bedburg-Hauer CDU. Wann sie dort ausgetreten ist, weiß sie nicht mehr. „Das ist schon einige Jahre her“, sagt Pitzner. Zuletzt trat sie als Befürworter der hiesigen Landwirtschaft öffentlich in Erscheinung und forderte von den Bürgern mehr Rückhalt (wir berichteten).

Den Wunsch, Bürgermeisterin von Bedburg-Hau zu werden, hegt Ursula Pitzner bereits seit langer Zeit. Als der aktuelle Amtsinhaber Peter Driessen im vergangenen Jahr seinen Rückzug aus dem Amt ankündigte, stand für sie der Entschluss fest. Die Gründe dafür und weitere Informationen möchte sie jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Zuvor möchte sie bei den Bürgern werben. „Auf eine Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger von Bedburg-Hau bei meiner Bewerbung für das Bürgermeisteramt und der Sammlung von Unterschriften bin ich angewiesen und wäre sehr dankbar dafür“, sagt Ursula Pitzner. Sie freut sich auf viele Anrufe, interessante Gespräche und E-Mails.

Mit Ursula Pitzner sind es nun insgesamt fünf Kandidaten, die sich um das Bürgermeisteramt von Peter Driessen in Bedburg-Hau bewerben. Wie Pitzner warf in der vergangenen Woche auch Stefan Veldmeijer als unabhängiger Kandidat seinen Hut in den Ring. Dazu kommen die drei CDU-Bewerber – Hans-Gerd Perau, Stephan Reinders und Bernd Zacharias. Wer für die Bedburg-Hauer CDU letztendlich ins Rennen geht, das wird auf einer noch zu terminierenden Mitgliederversammlung der Partei entschieden.