1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Unbekannter versucht Erpressung der Polizei Kleve per E-Mail

Kurioser Erpressungsversuch : Betrüger verlangt Geld per E-Mail – von der Polizei Kleve

Er habe die Computer der Behörde gehackt und mittels Webcam pikante Videos aufgenommen – mit dieser Masche hat ein Unbekannter versucht, die Polizei Kleve zu erpressen. Die reagiert mit Humor.

(pm) Einen Versuch war es ihm wohl wert: Ein Unbekannter hat versucht, ausgerechnet die Polizei Kleve zu erpressen. 3960 britische Pfund (rund 4470 Euro) forderte er in Bitcoins von den Beamten – ansonsten würde er pikante Videos veröffentlichen, die er angeblich mittels Schadprogramm erstellt habe.

So erreichte die Pressestelle der Kreispolizei Kleve kürzlich eine E-Mail im Spam-Ordner mit Länderkennung aus Uruguay, wie die Bild-Zeitung berichtet. In dieser gibt ein Unbekannter an, den E-Mail-Account der Behörde gehackt und einen Trojaner installiert zu haben, der ihm Zugriff sowohl auf die Webcams als auch die Bildschirme der Dienstrechner ermögliche.

„Tatsächlich habe ich auf einigen Websites ein Schadprogramm für Erwachsene (Pornografie) veröffentlicht, und sie wissen, dass sie diese Websites besucht haben, um sie zu genießen (du weißt was ich meine)“, schreibt der Erpresser. So habe er ein „Doppelbild-Video“ aufgenommen, das angeblich den Nutzer des Computers dabei zeige, wie er sich pikante Videos im Netz ansieht. Zudem habe das Schadprogramm Kontakte von Messenger-Diensten, sozialen Netzwerken und E-Mails gesammelt. Zur Wahrung des „kleinen Geheimnis“ forderte der Betrüger Geld – ansonsten würde er das Video an Freunde und Familienmitglieder verschicken.

Die Polizei reagierte mit Humor und veröffentlichte die E-Mail des Unbekannten am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite. „Auch wenn es laut deiner Aussage ein nicht verhandelbares Angebot ist – wir werden es nicht annehmen, danke. Denn du bist ein Betrüger!“ Weitere Schritte gegen den Unbekannten wollen die Beamten allerdings nicht einleiten. Man habe die E-Mail an die hauseigenen IT-Experten weitergeleitet und den Absender blockiert. Weitere Ermittlungen seien nicht geplant.