Kleve: Turm mit guten Aussichten: Knebel kommt

Kleve : Turm mit guten Aussichten: Knebel kommt

Am 13. Mai spielt der Komiker auf Kleves höchster Bühne. Den Besuchern bietet sich die Möglichkeit, das neue Programm vor der offiziellen Tour kennenzulernen. Aussichtsturm soll sich entwickeln.

Eins kann man Bruno Schmitz sicherlich nicht vorwerfen: Dass er seine Anliegen nicht gut verkaufen kann. Der Mann mit dem Kulturbüro hat zusammen mit drei Partnern das Gastronomie-Objekt am Klever Aussichtsturm aufgemöbelt. Jetzt — so sagt er — habe Schmitz herausgefunden, dass der Klever Berg, auf dem der Turm steht, die höchste Erhebung zwischen Süd-Norwegen und der Eifel ist. 106 Meter über Normalnull reichen für ein Alleinstellungsmerkmal. Demnach dürfte auch das dortige Lokal zumindest ein herausragende auf der Schneise von Skandinavien bis zum Mittelgebirge sein. Nachdem das Geschäft über Kleve, wie bei vielen neuen Einrichtungen, zunächst träge angelaufen ist, gewinnt es derzeit ordentlich an Fahrt.

Für gepflegte Unterhaltung im Turm haben bereits regionale sowie nationale Kabarettgrößen gesorgt. Am Dienstag, 13. Mai, wird hoher Besuch zu Gast sein. Einer aus der ersten Garde der deutschen Unterhaltungskünstler. Uwe Lyko alias Herbert Knebel will am Turm sein neues Programm an Klevern testen. Für zwölf Euro bekommt man Gags zu hören, die bislang nur Knebel selbst kennt. Karten gibt es beim Kulturbüro Niederrhein.

Nicht unbedeutend für die weitere Entwicklung in 106 Metern Höhe ist die Turmrestaurierung, die von der Stadt Kleve durchgeführt wird. Das unter Denkmalschutz stehende Objekt wird ab Mitte Mai wieder in einen Zustand versetzt, der es erlaubt, den Turm zu besteigen. Im Herbst soll dann das gesamte Plateau gepflastert werden.

Bruno Schmitz will den Turm zu einer Begegnungsstätte entwickeln. Dass dazu die zwei Öffnungstage (Donnerstag, Freitag jeweils ab 19 Uhr) vielleicht nicht reichen könnten, hat man gemerkt. So soll dort demnächst auch sonntags Betrieb sein. "Wir wollen einen Gegenpunkt zu dem setzen, was derzeit in der Unterstadt entsteht", sagt Schmitz. So bieten die Turm-Macher auch über die Ostertage ein reichhaltiges Programm an (siehe nebenstehende Info-Box).

Mit Jens Warneke konnte zudem ein neuer Koch gewonnen werden. Auch der wird, wie alles was in der Klever Höhe angeboten wird, nur Produkte aus biologischem Anbau für die Zubereitung seiner Speisen nutzen, die für einen gelungenen Abend kein Hindernis darstellen. Für Bruno Schmitz gibt es weitere gute Gründe, dem Aussichtsturm einen Besuch abzustatten. Die Lage des Objekts spielt dabei eine große Rolle. Schmitz erklärt: "Man muss eben etwas dafür tun, um zu uns zu kommen. Dafür wird man hier belohnt und anschließend geht's bequem bergab." Und sollte dieser Hinweis die Attraktivität auf und um den Turm nicht steigern, so könnte Schmitz problemlos ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ausgraben — wie etwa: Nirgendwo zwischen Norwegen und der Eifel kann man von einer derartigen Erhöhung herabwinken.

(RP)
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