Von Talk bis Tango Worauf sich Besucher am Klever Turm 2024 freuen können

Kleve · Bruno Schmitz und Reinhard Berens stellen das Programm für 2024 am Aussichtsturm vor: Warum argentinischer Tango in Kleve zuhause ist, was aus dem Waldkino wird und wer auf der neuen Open-Air-Bühne stehen wird.

Bruno Schmitz und Reinhard Berens (l.) stellten das neue Programm vor.

Bruno Schmitz und Reinhard Berens (l.) stellten das neue Programm vor.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Grau ist der Himmel über Kleves höchstem Berg mit seinem Aussichtsturm. Welke Blätter tänzeln im Wind auf der neuen, fest installierten Open-Air-Bühne am Fuß des Turms vor dem schmiedeisernen Gitter, das den Platz zwischen Turm und Gaststätte umschließt. Wenn die Linden rund um den Platz wieder Blätter haben, soll hier pralles Leben angesagt sein: Dann gibt’s Open-Air, Kabarett, Live-Musik und Kino mitten zwischen den Bäumen. Drinnen ist der Start schon bald – auch mit der Fortsetzung der im Sommer erfolgreich im Klever Spiegelzelt gestarteten Talk-Runde „Gedankenstriche“. Reinhard Berens und Bruno Schmitz stellten jetzt als Organisatoren das neue Programm „Genuss und Kultur am Turm - 2024“ vor.

Der Auftakt ist am Mittwoch, 14. Februar, 20 Uhr, mit argentinischem Tango (Einlass ab 18.30, Tickets 15 Euro). Ein Abend, der zeigt, dass argentinischer Tango auch am Niederrhein eine Heimat hat. Juliane Hartnack aus Kleve ist Mitglied des deutsch-argentinischen Tango-Ensembles „Triolet“, das an dem Abend im Turm gastiert. In der Besetzung Bandoneon, Gitarre und Klarinette/Gesang gehört das Trio seit einigen Jahren zum Tango-Zirkel von Buenos Aires und ist momentan auf Tournee in Europa. Hartnack wuchs in Kleve in „Sichtweite“ des Turms auf, bevor die Klarinettistin nach Argentinien zog. „Es geht an dem Abend um die Musik, das Gefühl Tango, nicht ums Tanzen“, sagt Schmitz.

Im März folgt die zweite Folge der neuen Talk-Reihe, zu der Reinhard Berens und Heiner Frost Gäste einladen. Im Spiegelzelt ging’s um die Klever Kultur. Am Turm soll es um die Vereinslandschaft gehen: Wie bleibt ein Verein jung und lebendig, wie findet man Nachwuchs für die wichtigen Posten, ohne die Verein keine Zukunft hat. „Der Nächste bitte“ heißt es deshalb in dem Gespräch mit Vereins-Verantwortlichen, die eine Zukunftsperspektive suchen. Am Mittwoch, 6. März, 19.30 Uhr, Eintritt fünf Euro, Einlass 18 Uhr.

Fehlen darf nicht „Kurt‘s Klönabend“, der sich bewusst mit Apostroph schreibt. Kurt Otten und seine Mitstreiter sind inzwischen eine eingeschworene Gemeinde, die gerne bei Live-Musik in guten Erinnerungen schwelgen. Der Abend am 11. April ist bereits ausverkauft, am 15. August soll es einen weiteren geben mit Beat4 auf der Waldbühne. Rund um die Open-Air-Bühne gibt es deutlich mehr Platz für Besucher als die 60 Plätze zu den Veranstaltungen drinnen.

Musik bietet auch Country-Fan Reinhard Kosters. Er kommt am Mittwoch, 24. April, 20 Uhr, in den Turm (Einlass 18.30 Uhr, Karten zehn Euro). Kosters stammt aus Ratingen und ist „Mister Bluebird“. Er begeistert sich seit den 1970er Jahren für Country, spielte jahrelang in verschiedenen Bands und ist jetzt Solo unterwegs. „Er lädt ein zum Zuhören und Mitsingen“, sagt Schmitz und stimmt a capella „Take me home, Country Roads“ an. „Da kann doch jeder mitsingen“, sagt er.

Im Mai ist hohe Kultur angesagt: Es geht um keinen Geringeren als den niederländischen Meister romantischer Landschaftsmalerei, Barend Cornelis Koekkoek. Ursula Geisselbrecht, Leiterin des Klever „B.C.Koekkoek-Haus“ lädt ein, über den Maler, der in Kleve sein Palais mit Atelierturm baute, über das Wandern, über die Natur zu plaudern. Geisselbrecht entführt in das 19. Jahrhundert und möchte Stationen aufzeigen, die Koekkoek ganz in der Nähe des Turms malte. „Der Abend wird musikalisch begleitet“, sagt Schmitz. „Der Koekkoek kommt zum Turm“ startet um 20 Uhr, Einlass ist um 18.30 Uhr, Karten zwölf Euro. Beteiligt ist hier auch der Freundeskreis der Klever Museen.

Zweimal kommt der Klever Lokalmatador Ludger Kazmierczak mit seiner Comedy-Mix-Show und Klever Kabarett auf die Waldbühne am Turm und begrüßt Überraschungsgäste aus der Kleinkunstszene. Der Abend am Samstag, 29. Juni, ist ausverkauft, am Samstag, 10. August, gibt es einen weiteren Abend um 20 Uhr. Einlass ist ab 18 Uhr, Karten kosten 29,60 Euro.

Die Klangfabrik Kleve lädt schließlich am Donnerstag, 4. Juli, zu einem Konzert der Beatclub Revival Band „Missink Links“ ein. Start auf der Waldbühne ist um 20 Uhr, Einlass 18.30 Uhr. Die nicht mehr ganz jungen Beatfreunde – die Band wurde 1963/64 gegründet – spielen Musik aus ihrer Zeit von Beatles über CCR und Hollys bis Thin Lizzy.

Bleiben schließlich das traditionelle Waldkino und ein schräges Jubiläum: Die Leinwand zwischen den Bäumen wird am Samstag, 20. Juli, und am Samstag, 17. August, ausgerollt und lädt als Treffpunkt zum Überraschungsfilm ein – nicht zuletzt als „Openair-Außenstelle“ des Klever Kinos. Und Jubiläum feiert der Turm selbst am 13. Juli: Genau vor elf Jahren startete da das Programm auf Kleves höchstem Berg. Das Jubiläumsprogramm zu freiem Eintritt wird noch zusammengestellt, sagen Reinhard Berens und Bruno Schmitz im Gespräch mit unserer Redaktion.

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