Kleve: Trommeln für eine bessere Zukunft

Kleve : Trommeln für eine bessere Zukunft

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium steht seit 14 Jahren im nachhaltigen Austausch mit dem Centro Escolar "La Nueva Esperanza" in El Salvador. Eine Delegation aus dem Land ist derzeit zu Besuch in der Schwanenstadt.

Das Motto der Schulpartnerschaft des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) und der Gemeinde "Nueva Esperanza" lautet: "Para un futuro mejor" – Für eine bessere Zukunft. Seit 1999 engagiert sich die AG Fairständnis, eine Initiative von Bruno Janßen und den Schülern des KAGs, für die nachhaltige Verbesserung der Bildungschancen in der Gemeinde "Nueva Esperanza" in Usulutan, El Salvador.

Die Gemeinde, deren Name übersetzt "Eine neue Hoffnung" bedeutet, beheimatet seit ihrer Neugründung 1992 diejenigen Vertriebenen, die nach ihrer Flucht vor dem Bürgerkrieg der 1980er Jahre wieder in das eigene Land zurückgekehrt sind. Die neue Hoffnung ist eine neue Heimat, mit der Aussicht auf Bildung und Chancengleichheit. Die AG Fairständnis hilft der Gemeinde seit 14 Jahren, diese Hoffnung einzulösen. Um deshalb den persönlichen Austausch zu fördern, besucht seit dem 27. November bis zum 17. Dezember eine Delegation von drei Schülern von Nueva Esperanza, begleitet von ihrem Bürgermeister Marvin Morales mit seiner Frau, zwei Lehrern und der Gleichstellungsbeauftragten für Bajo Lempa Heidi Xaviera Ruiz Toruno, die AG Fairständnis zur Weiterentwicklung der langjährigen Schulpartnerschaft. Die Delegierten nehmen am schulischen und familiären Alltag in Kleve teil und setzen in gemeinsamen Diskussionsrunden neue Impulse für die Arbeit der AG Fairständnis. So berichten die Gäste über aktuelle Probleme und die momentane politische Situation in ihrer Heimat.

Bruno Janßen bedankt sich bei "Brot für die Welt" für die finanzielle Unterstützung, den Familien, die die Delegierten für die Dauer ihres Aufenthalts beherbergen und den Schülern für ihr sozial-politisches Engagement.

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Bereits in den Differenzierungskursen der Mittelstufe wird das Verständnis der KAG-Schüler für die Situation der Menschen in El Salvador sensibilisiert. Besonders die Mechanismen der Entwicklungshilfe und der Globalisierung werden aufgezeigt, um den Schülern das für ihre Arbeit notwendige Bewusstsein zu vermitteln. Die gegenseitige Verständigung fördert natürlich auch der Spanischunterricht. Wer das erlernte Wissen praktisch umsetzen möchte, der schließt sich der AG Fairständnis an und besucht die Gemeinde Nueva Esperanza vor Ort. Denn auch das KAG entsendet regelmäßig Delegationen bestehend aus Schülern und Lehrern nach El Salvador und unternimmt Projekte vor Ort.

Ein großer Erfolg der Schulpartnerschaft ist das Einrichten eines "Fahrdienstes". Dadurch wird mittlerweile rund 800 Schülern aus 28 Gemeinden der Schulbesuch ermöglicht.

Für den Ausbau solcher Projekte macht sich die AG Fairständnis stark und ist deshalb neben der Förderung durch Partnerorganisationen auf die Unterstützung der Klever Bürger angewiesen. Aus diesem Grund wird am Samstag, 14. Dezember, ab 18 Uhr, das "Solidaritätskonzert für El Salvador" im Konrad-Adenauer-Gymnasium veranstaltet (siehe Info-Kasten).

(RP)
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