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Kleve/Goch: Traumapatienten in Kleve

Kleve/Goch : Traumapatienten in Kleve

Neben den hohen Investitionskosten gab es noch ein weiteres schwerwiegendes Argument gegen die Verlegung der Unfallchirurgie. Denn Kleve hat allein aufgrund der Größe der Stadt das mit Abstand größte Einzugsfeld, was die eingelieferten Patienten angeht. Statistiken belegen, so die KKiKK, dass sich die Patienten im Norden des Kreises "nicht wie gehofft nach Goch orientieren. Durch die Nähe zu Emmerich ziehen viele das Krankenhaus auf der anderen Rheinseite als alternativen Behandlungsort vor".

Außerdem plane man die Unfallchirurgie langfristig als "Traumazentrum" zertifizieren zu lassen, wozu es zwingend notwendig sei, Neurochirurgen vor Ort zu haben. Und die in Kleve niedergelassenen Spezialisten Dr. Uli Bürgel und Dr. Peter Reinacher hatten sich bei den Beratungen gegen eine standortübergreifende Verantwortung ausgesprochen.

Auch zu der Entwicklung der bereits im Januar dieses Jahres realisierten Verlegung der Klinik für Gynäkologie, Senologie und Geburtshilfe von Goch nach Kleve äußerte sich die KKiKK. Durch diesen Abbau von unrentablen "Parallelstrukturen" (wie beispielsweise des 24-stündigen Ruf- und Bereitschaftsdienstes an zwei Standorten) wurden rund 500 000 Euro eingespart.

"Die vormals zwei Abteilungen in Kleve und Goch waren beide defizitär", sagte Dr. Markus Bremers, seit kurzem für die Pressearbeit der KKiKK zuständig, die neue Abteilung hingegen könne Ende des Jahres eine schwarze Null schreiben.

(RP)