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Tiergarten Kleve: Nachwuchs bei den Seehunden per Webcam sehen

Nachwuchs im Doppelpack : Klever Tiergarten überträgt Seehund-Jungen per Webcam

Die Seehunde im Klever Tiergarten haben Nachwuchs bekommen. Zunächst sollen die zwei Jungtiere Ruhe vor den Besuchern haben – zu sehen sind sie aber für alle per Webcam im Internet.

Zwei kleine Geheimisse haben derzeit die Seehunde Lisa und Elektra im Tiergarten Kleve: Nach einer Tragzeit von elf Monaten haben die beiden Weibchen Anfang Juli Nachwuchs zur Welt gebracht: Am 6. Juli hat Lisa den Anfang gemacht. Elektra folgte ein paar Tage später und gebar ihr Junges am 10. Juli. „Mit ihren großen Kulleraugen und kleinen Flossen sind unsere beiden jüngsten Mitglieder der Seehundgruppe besonders niedlich“, sagt Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Damit die beiden Mütter Lisa und Elektra genug Ruhe für die Aufzucht haben, haben wir den Bereich rund um die Seehundanlage erst einmal für Besucher gesperrt.“ Doch damit niemand auf den Seehundnachwuchs verzichten muss, überträgt eine neue Webcam Liveaufnahmen aus der Seehundanlage direkt auf die Internetseite des Tiergartens.

Mit dem neuen Nachwuchs besteht die Klever Seehundgruppe nun aus acht Tieren und ist damit eine der größten Seehundgruppen in einem deutschen Zoo. Obwohl Seehunde direkt nach der Geburt schwimmen können, ist der Wasserpegel in der Anlage derzeit reduziert. „Das Problem an unserer Seehundanlage, die bereits vor 50 Jahren gebaut wurde, sind die hohen Ausstiegskanten an den Beckenrändern. Obwohl unsere Seehundjungtiere schon hervorragend schwimmen können, haben sie noch nicht genug Schwung, um diese Kanten zu überwinden. Daher ist derzeit weniger Wasser in unserem Seehundbecken, sodass die Jungtiere sich auf den kleinen Inseln mit flachem Ausstieg ausruhen können“, erklärt Tiergartenleiter Polotzek. „Allerdings planen wir mit dem Masterplan, den wir im Herbst veröffentlichen werden, auch eine neue, moderne Seehundanlage.“ Neben einer großen Flachwasserzone für die Tiere sowie einem größeren, mit Salzwasser gefüllten Becken, sollen die Besucher die Tiere zukünftig auch durch Unterwasserscheiben beim Tauchen erleben können.

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 „Unsere beiden Seehunde Lisa und Elektra sind sehr erfahrene Mütter, die sich bestens um ihren Nachwuchs kümmern. Sobald ein anderer Seehund ihren Jungtieren zu nahe kommt, verteidigen sie es“, sagt der stellvertretende Tiergartenleiter Dietmar Cornelissen. „Da Seehundmilch mit rund 45 Prozent Fett sehr nahrhaft ist, wachsen die kleinen extrem schnell und nehmen pro Tag über ein Kilogramm zu.“ Die Jungtiere gewöhnen sich mit rund fünf Wochen an feste Nahrung und sind mit etwa zwei Monaten selbstständig. Sobald die Mutter-Kind-Bindung stark genug ist, sind die kleinen Heuler, deren Geschlecht übrigens noch nicht feststeht, auch für die Besucher zu sehen.