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Kleve: ThyssenKrupp arbeitet mit Freudenberg

Kleve : ThyssenKrupp arbeitet mit Freudenberg

Frohe Botschaft kurz vor dem Weihnachtsfest: Die Liste der großen Partner des Hauses Freudenberg wird immer länger. Für die Behindertenwerkstätten des Kreises Kleve bahnt sich eine Zusammenarbeit mit dem Stahlkonzern an.

Das war eine frohe Botschaft vor Weihnachten: Für Haus Freudenberg, die Behindertenwerkstätten des Kreises Kleve, bahnt sich eine Zusammenarbeit mit dem Stahlkonzern ThyssenKrupp an. Als Vertreter des Unternehmens nun am Gocher Standort der Haus Freudenberg GmbH zu Gast waren, machten sie aus ihrer Begeisterung keinen Hehl. Frank Rink, Leiter Personal bei ThyssenKrupp in einem ersten Fazit nach seinem Niederrhein-Besuch: "Ich werde dieses Projekt gerne auf der nächsten Sitzung der Schwerbehinderten-Arbeitgeber-Beauftragten im Januar vorstellen und dazu aufrufen, die Haus Freudenberg GmbH zu unterstützen", sagte er. Er werde mit den entsprechenden Ansprechpartnern des Unternehmens das Portfolio mit dem der Haus Freudenberg GmbH abgleichen.

"Sofern Kooperationsmöglichkeiten bestehen, werden wir entsprechende Maßnahmen zur weiteren Zusammenarbeit einleiten", kündigte er an.

Hintergrund des Besuchs ist die bereits bestehende Kooperation der Haus Freudenberg GmbH mit ThyssenKruppMill Services & Systems GmbH in Weeze. Für das Tochterunternehmen des weltweit operierenden Konzerns stellt Haus Freudenberg bereits jetzt Einwegpaletten und weitere Verpackungshilfen aus Holz her — und zwar in den Produktionsstätten in Weeze. Dort arbeiten schon seit einigen Jahren Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach, "vor dem Hintergrund der von der UN gewollten Inklusion ein wichtiger Meilenstein", so Gerd Tönnihsen, Geschäftsführer der Haus Freudenberg GmbH.

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Darüber hinaus werden Paletten in der Gocher Werkstatt für ThyssenKruppMill gefertigt. Dessen Geschäftsführer, Werner Weyenberg, stellte im Rahmen seines Werkstattbesuchs den Vertretern aus der Essener Konzernzentrale das Freudenberger Arbeitsumfeld vor. Im Fokus standen die Produktion in der Möbel- und Palettenfertigung sowie die der Metallabteilung.

"Es wurden erste Perspektiven einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet. Darüber hinaus stand die Vermittlung von Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt auf dem Programm", so Gerd Tönnihsen.

Markus Bistram, Mitglied des Bereichsvorstands der Business Area Materials Services der ThyssenKrupp AG, war "höchst beeindruckt von der Idee von Haus Freudenberg, Menschen mit Behinderungen zu rehabilitieren, betreuen und zu beschäftigen". Er betonte, dass im Rahmen dieses Besuchs ersichtlich geworden sei, wie Haus Freudenberg unter arbeitsmarktähnlichen Bedingungen mit Wertschätzung und Achtung seine Mitarbeiter auf den Einsatz in den Betrieben vorbereitet. "Das ist meiner Meinung nach eine große Chance, sowohl für den jeweiligen Betrieb, einen zuverlässigen, wertvollen Mitarbeiter zu bekommen, als auch für den behinderten Menschen selbst, der schließlich individuell in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden kann. Leider sind diese Chancen für die Wirtschaft noch zu wenig bekannt."

Des Weiteren wies Markus Bistram auf die unternehmerische Verantwortung hin und appellierte nach seinem Besuch an Verantwortliche in der Wirtschaft: "Meines Erachtens haben wir auch arbeitgeberseitig eine soziale Verantwortung, und ich befürworte die Unterstützung der Entwicklung behinderter Menschen durch das Haus Freudenberg."

(RP/ac)