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Tausende Besucher beim Stadtfest in Kleve

Start in den Frühling : Klever Frühling lockt tausende Gäste

Bei zauberhaftem Wetter strömten Menschenmassen am Sonntag in die Schwanenstadt. Am ganzen Wochenende lockte zudem der Streetfood-Markt an der Hochschule Rhein-Waal mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot.

Besser hätte es für die  Händler, Trödler, Kunsthandwerker und Gastronomen nicht kommen können. Pünktlich zum Stadtfest strahle die Frühlingssonne über Kleve und lockte, gemeinsam mit dem breit gefächerten Angebot aus Musik, Speisen und Waren, Tausende Menschen in die City. Weil es so warm war, durften die Jacken an der Garderobe bleiben. Das galt allerdings offenbar nicht für die Autos, denn trotz des perfekten Wetters reisten so viele Gäste motorisiert an, dass die Parkplätze überfüllt waren und der Ordnungsdienst alle Hände voll zu tun hatte, den vielen Wildparkern ein Knöllchen auszustellen.

Das bunt gemischte Konzept kam gut an bei den Besuchern. Während es in der Fußgängerzone hauptsächlich ums Shoppen in den Läden ging und größere Aktionen dort fehlten, gab es an den Rändern der Stadt viel zu entdecken. An der Hoffmannallee in der Oberstadt ging  es los mit dem traditionellen Trödelmarkt. Vom Marktplatz Linde abwärts präsentierten einige Händler, die etwas außerhalb der City ansässig sind, an Ständen ihr Angebot. Am Elsabrunnen in der Stadtmitte lud der Radiosender Antenne Niederrhein Interessierte zu einer Tour durchs Studio ein – ein Angebot, dass gerne angenommen wurde.

Zahlreiche Vereine und weitere Firmen waren mit Informationsständen zwischen Herzogstraße und Hagsche Straße vertreten. Die Tanzschule „Dance Delivery“ bot ab 15 Uhr Vorführungen der Kindertanzgruppen. Das „Radhaus“ am Sommerdeich stellte sich vor. Besonders viel los war am Stand des Fahrradclubs ADFC. Wer Angebote für interessante Fahrradtouren suchte, ob von Kleve aus, ob von Weeze oder vom Gelderner Drachenbrunnen aus, fand am Stand Informationen zu Abfahrtsorten und -zeiten.  Große Resonanz erfuhr auch die Unterschriftenaktion für das Volksbegehren „Aufbruch-Fahrrad“ in NRW gesammelt.

Premiere feierte der Handmade-Markt auf dem Koekkoekplatz und in der Kavarinerstraße. Von 12 bis 18 Uhr locken 15 Stände mit kreativen Angeboten. Von Blumen, über österliche Dekoration bis hin zu Drahtdesign, Schmuck und Kinderkleidung war für jeden Geschmack etwas dabei.

Besonders gelungen war wieder mal das Streetfood-Festival auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal, das bereits am Samstag gestartet und nicht ans Stadtfest gekoppelt war. Das kulinarische Angebot spiegelte die kulturelle und ethnische Vielfalt innerhalb der Studierendenschaft wieder. Während an anderen Orten auf den Streetfoodmärkten häufig Burger und Pommes frites dominieren, waren die Speisen in Kleve größtenteils ungewöhnlich und kreativ. Da gab es etwa „Otah Otah“ und „Gua Bao“ aus Singapur, einen „Halaldog“, orientalische Teigröllchen mit Camembert, „Keksteig Cookie ohne Bauchweh“ oder „Crepes nach brasilianischer Art“. Dazu spielte zwar sehr entspannte, aber für Familien mit Kindern teilweise etwas zu laute Reggae-Musik vom Band. Vorbildlich: Die beim Street Food Festival  verwendeten Einmalartikel waren ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Frischfaser-Karton, Zuckerrohr, Bambus, Palmblatt oder Maisstärke hergestellt.

Alles in allem war es ein gelungenes Stadtfest mit einer Mischung, die ein breites Publikum ansprach.