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Tanzkurs "TanzRaum" der VHS Kleve: Sprache, die keinen Dolmetscher braucht

Ferienkurs der VHS Kleve : Tanz – die Sprache, die keinen Dolmetscher braucht

Zum siebten Mal veranstaltet die VHS Kleve „TanzRaum“, ein Ferien-Angebot für Jugendliche aus Kleve und jugendliche Geflüchtete. Der Ferientanzkurs endet am Freitag.

„Für unseren TanzRaum müssen wir praktisch keine Werbung mehr machen, der ist jedes Jahr voll besetzt“, sagt Aija Samina-Edelhoff von der VHS Kleve. Zum siebten Mal bietet die VHS einen fünftägigen Kurs für Jugendliche aus Kleve und jungen Menschen, die aus anderen Ländern geflüchtet sind, an. Dass das Angebot so beliebt ist, erklärt Samina-Edelhoff damit, dass Tanzen in der Gruppe einfach so viel Spaß macht und dass dabei Sprachbarrieren keine Rolle mehr spielen. Die Grundidee des Ferienangebots sei, stets auch jugendliche Geflüchtete anzusprechen.

Im aktuellen Kurs mit 29 Teilnehmern stammen etwa 50 Prozent aus Ländern wie Afghanistan, Syrien und der Ukraine. Die beiden Tanzpädagoginnen Ella Lichtenberger und Elke Welz-Janssen leiten die Gruppe zusammen mit Frank Rensing vom Klever Jugendheim „Kalle“. Jedes Jahr steht der Kurs unter einem bestimmten Thema. „Unser Motto heißt dieses Mal ‚Material und Objekt‘. Was kann ich im Tanz machen mit Bändern, Bällen oder Tüchern?“, erklärt Lichtenberger. „Die Teilnehmer können auch persönliche Gegenstände mitbringen, zum Beispiel Kuscheltiere oder etwas für sie Bedeutsames mit Erinnerungswert“, ergänzt sie.

  • Manrico Preissel (l.) überreicht mit Eva
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  • Dirk Reiser, Professor für nachhaltiges Tourismusmanagement
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  • Kochkurse, Malwerkstätten, Goldschmiede und IT-Workshops bietet
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Geübt wird jeden Tag von 11 bis 16 Uhr in der Turnhalle an der Böllenstege. In den Kleingruppen geben die erfahrenen Teilnehmer der letzten Jahre ihre Ideen weiter. „Wir machen viel im Jump-Style“, erklärt die 16-jährige Eva, die schon öfter mitgemacht hat. Sie findet es auch schön, dass alle in diesem Kurs viel Zeit miteinander verbringen können. Jeder könne sich auch selbst Moves ausdenken und einbringen, betont Lichtenberger. In der ganzen Schar der Tanzenden sieht man nur fröhliche Gesichter, alle sind in Bewegung, schauen sich die Schritte der anderen genau an, klatschen rhythmisch und haben Spaß.

„Wir lernen immer neue Tänze, das ist toll“, sagt die 10-jährige Aseel. Die etwa gleichaltrige Layan ist ebenfalls begeistert: „Früher mochte ich tanzen gar nicht, aber jetzt sehr.“ „Der Kurs ist gut strukturiert. Wir lernen auch komplizierte Schritte“, sagt der 12-jährige Michel, der zum ersten Mal dabei ist.

Das Ferienangebot ist für die Teilnehmer kostenlos. Es ist eine Veranstaltung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit des Landes NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz NRW in Kooperation mit der VHS Kleve, dem Kinder- und Jugendzentrum „Kalle“, der Josef-Beuys-Gesamtschule, der Gesamtschule am Forstgarten sowie dem Haus Mifgash, Kleve. Fördermittel gibt es vom Bundesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW. Die Abschluss-Aufführung findet am heutigen Freitag, 1. Juli, von 18 bis 19 Uhr im Theater im Fluss, Ackerstraße 50-56 (neuer Eingang hinten im Hof) statt.