Kalkar: "Tante Gritt" ist tot, die Stadt Kalkar trauert um Lisbeth Krams

Kalkar : "Tante Gritt" ist tot, die Stadt Kalkar trauert um Lisbeth Krams

Am 7. Januar starb Elisabeth (Lisbeth) Krams im Alter von 85 Jahren. Sie war eine langjährige Aktive der Kalkarer Karnevals Gesellschaft (KKG) und gehörte dem Senat seit 1986 an.

Vielen wird Lisbeth als Büttenrednerin "Tante Gritt" in sehr guter Erinnerung bleiben. Geboren in der Nachbarschaft des Marienstifts an der Grabenstraße lebte sie mit ihrem (ebenfalls als Karnevalist aktiven) Ehemann Karl-Heinz in Altkalkar. Sie war es, die wie selbstverständlich die beiden Stadtteile karnevalistisch zusammenführte, in dem sie dies- und jenseits der Bahnhofstraße aktiv war. Heute eine belächelte Selbstverständlichkeit, damals noch ein großer Schritt.

Viele erinnern sich noch gut daran, wie Lisbeth Krams als Tante Gritt die Kalkarer Geschehnisse in Plattdeutsch auf den karnevalistischen Punkt brachte. So sagte sie 1987 in der 22-Jahr-Jubiläums-Sitzung der KKG in Richtung des damaligen Pastors Norbert Hoffacker: "Den wörd hier mehr gewoahr als in de Beichtstuhl." Mit ihrer Freundin, der unvergessenen und unnachahmlichen Senatorin Agnes Hell aus Hanselaer, stand sie zusätzlich im Duo als "Din än Dör" auf den Brettern, die die karnevalistische Welt bedeuten. Beide trieben dem Publikum die Lachtränen in die Augen, wenn sie unsere Stadt Kalkar und ihre Bewohner auf die (KKG-Ochsen-)Hörner nahmen. Bis in die 90er Jahre stand sie regelmäßig in der Bütt. "Wir werden Lisbeth nicht vergessen und sind sehr dankbar für die vielen schönen Bütten, die sie stets mit viel Akribie und Herzblut im heimischen Wohnzimmer verfasste", heißt es in einer Würdigung der KKG.

Lisbeth Krams war auch im Kirchenchor St. Pankratius Altkalkar sowie in vielen weiteren Vereinen aktiv. Mit ihren kleinen Einlagen war sie ein gerne gesehener Gast auf Festen und Feiern sowie Sitzungspräsidentin der Gemeinschaftssitzung von Tambourcorps und Schützenverein Altkalkar.

(RP)
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