Tag des offenen Denkmals in Kleve

Tag des Denkmals : Entdecken, was Kleve verbindet

Zum 25. Mal findet am 9. September der Tag des offenen Denkmals statt. Deutschlandweit werden sonst geschlossene Plätze zugänglich und Führungen angeboten – auch in Kleve. Das soll den Denkmälern und deren Schutz dienen.

Orte betreten, die sonst für die Allgemeinheit nicht zugänglich sind – für viele Menschen ist das ein besonderer Reiz. Und genau das wird am 9. September in Kleve und deutschlandweit möglich sein. Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ findet der Tag des offenen Denkmals statt. Dann werden unter anderem Führungen durch die Minoritenkirche, den Alten Tiergarten und der Alten und Neuen Kirche in Kellen angeboten. „Es stehen Gebäude und Bereich offen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt. Das ist der Sinn des Tages“, sagt Wiltrud Schnütgen, Stadtmarketing Kleve.

Beim Tag des offenen Denkmals handelt es sich um eine bundesweite Kulturveranstaltung, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. Sie findet immer am zweiten Sonntag im September statt. „In diesem Jahr wurden deutschlandweit 7500 Denkmäler angemeldet. Inzwischen wird von der größten Kulturveranstaltung Deutschlands gesprochen“, sagt Martina Gellert, Teamleiterin Tourismus Kleve, und freut sich. „Wir finden die Idee, auf Denkmäler und vor allem den Denkmalschutz aufmerksam, zu machen toll.“ Deshalb beteiligt sich auch die Stadt Kleve mit verschiedenen Veranstaltungen.

So wird es in der Minoritenkirche, um 11, 12, 13 und 14 Uhr jeweils eine Führung geben, die den Klevern die Geschichte des Minoritenklosters bis heute näher bringen sollen. „Wir möchten von den Minoriten erzählen, die 1285 nach Kleve kamen und Kloster und Kirche gebaut haben“, sagt Birgit van den Boom, Stadtmarketing Kleve. Unter anderem gibt es Einblicke in die Sakristei, die Barockkanzel von 1698 und das Chorgestühl.

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Die Führungen sind alle kostenlos und dauern etwa eine Stunde lang. Eine Anmeldung ist nicht nötig. „Die Zeit sollte man sich wirklich nehmen, das wird sehr vielfältig“, sagt Schnütgen. Treffpunkt ist der Pastor-Leinung-Platz.

Eine Stunde länger soll die Führung durch den Alten Tiergarten dauern. „Wir sind europäische Gartenkunst“, sagt Gerlinde Semrau-Lensing, Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering, „und das wollen wir auch wieder sichtbar machen.“ Ihre Führung beginnt um 14 Uhr an der Schwanenburg. „Dabei soll es vor allem um die Einflüsse verschiedener Länder auf die Klever Gartenkunst geben. Und das betrifft nicht nur die Niederlande“, sagt sie und lacht.

Darüber hinaus finden drei Führungen durch Kellen statt. Unter der Leitung von Wolfang Dahms, Kellener Heimat- und Kulturverein Cellina, geht es von der Alten Kirche im Zentrum zum Memorial Park am Kellener Friedhof bis zur 1930 geweihten Neuen Kirche. „Bei dieser Führung wird der Wandel der Alten und Neuen Kirche sehr gut sichtbar“, so Dahms. Der Beginn der Führungen ist um 10.30, 12.30 sowie 14.30 Uhr an der Alten Kirche Kellen. Die Dauer beträgt etwa 75 Minuten.

Nähere Informationen für Interessierte zum Tag des offenen Denkmals gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de und zum Programm in Kleve unter www.kleve-tourismus.de.

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