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Tag der Zahnpflege im Klever Tiergarten

Jugendzahnpflege im Kreis Kleve : Von Mensch bis Alpaka: Zahnputzfest im Tiergarten

Sonst besucht der Verein Jugendzahnpflege Schulen und Kindergärten im Kreis Kleve. Durch die Pandemie war das lange unmöglich. Jetzt kommt die Normalität zurück. Dazu dient auch das Jubiläumsfest.

Für Kinder kam Vieles in den vergangenen zwei Coronajahren zu kurz: Schulunterricht, Spielen in der Kita, Freunde treffen. Und auch das Thema Zahngesundheit drohte in den Hintergrund zu rücken. Jedenfalls besuchte Ali das Maskottchen des Vereins Jugendzahnpflege im Kreis Kleve eineinhalb Jahre lang keine Kindergartengruppen und Schulklassen mehr, um über Karies und Baktus zu informieren.

Nun kehrt langsam die Normalität zurück, und der Jugendzahnpflege-Verein feiert in der kommenden Woche sein 30-jähriges Bestehen mit einem Aktionstag im Tiergarten Kleve. Dazu lädt er am 1. Juni von 10 bis 16 Uhr zu einem Zahnputzfest ein. An vier Stationen erwarten die Kinder Spiele und Quizze zum Thema Zahngesundheit. Zudem gibt es eine Tierrallye und bei den Showfütterungen von 10 bis 15.30 Uhr gehen die Tierpfleger auch auf das Thema Zähne und Zahnpflege bei Tieren ein. Zudem wird die Zahnfee mit einem Glücksrad und ein Imker erwartet. 800 Kinder und Erwachsenen von Kindergärten und Schulen aus dem Kreis Kleve sind bereits angemeldet und werden vom Verein eingeladen. Darüber hinaus bekommen auch die ersten 50 Kinder, die in den Zoo gehen wollen, freien Eintritt.

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„Uns ist wichtig, uns mal wieder bekannt zu machen“, sagt Angela Jaron, die in der Verwaltung des Vereins arbeitet. Zwar hätten weder die Kinder noch die Schulen und Kindergärten die Zahnaufklärer und den grünen Plüsch-Alligator Ali vergessen, aber große Veranstaltungen gab es in den letzten zwei Jahren nicht.

Am 1. Oktober 1992 wurde der „Arbeitskreis Zahngesundheit“ gegründet. Seit dem 1. Juli 1997 ist er ein Verein. An den Aufgaben hat sich jedoch nichts geändert. Der Kreis Kleve, alle ortsansässigen gesetzlichen Krankenkassen, die Zahnärztekammer, die Kassenzahnärztlichen Vereinigung und die niedergelassenen Zahnärzte verfolgen als Mitglieder des Vereins alle das gleiche Ziel: Die Verbesserung der Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Kern der Vereinsarbeit ist die Gruppenprophylaxe. Dafür besuchen vier Prophylaxetrainerinnen jährlich alle Kindergartengruppen, alle Grundschulklassen und die jüngeren Förderschulklassen und bringen ihnen spielerisch das Thema Zahngesundheit näher. „Aber immer alles ohne bösen Fingerzeig“, sagt Jaron. Immer mit dabei ist Ali, der Alligator. „Wir wollen Zahnpflege positiv besetzten“, sagt Jaron.

Zudem organisiert der Verein Elternabende und größere Aktionen zum deutschlandweiten Tag der Zahngesundheit im September.

So die ursprüngliche Routine. „Dann kamen uns zwei Jahre Corona dazwischen“, sagt Jaron. Seit April 2020 bot der Verein keine Gruppenprophylaxen mehr an. Und auch in den Kindergärten veränderte sich etwas. Während gemeinsames Zähneputzen im Kindergarten sonst zum Alltag gehörte, viel auch das in den vergangenen zwei Jahren nahezu komplett flach. Das Infektionsrisiko sei einfach zu groß gewesen, beschreibt Jaron. Der Verein unterstützte Schulen und Kindergärten in dieser Zeit mit Arbeitsblättern, Bastelaktionen und Demonstrationsmaterialien und beantwortete Fragen. „Wir haben auch in Alis Namen Briefe an die Kinder verschickt und geschrieben, dass er sie vermisst“, erzählt Jaron.

Jetzt läuft alles wieder so langsam an. Seit vergangenen Herbst besucht der Verein wieder Schulen und Kindergärten. Nur gemeinsames Zähneputzen gibt es noch nicht. „Da ist uns die Gefahr noch zu groß“, erklärt Jaron. Nach den Sommerferien könnte aber auch das wieder möglich sein.

Die Zahnärzte im Kreis Kleve führen zahnärztliche Reihenuntersuchungen an Schulen und Kindergärten durch und geben die Ergebnisse zur Auswertung an den Verein weiter. In diesen Statistiken zeigt sich, dass die Karieshäufigkeit bei Kindern rückläufig ist, wenn auch mit kleinen Ausreißern, so Jaron.

Und auch die Aufmerksamkeit der Eltern ist größer. „Ob Karies in den vergangenen zwei Jahren zugenommen hat, können wir noch nicht sagen, da fehlen uns noch aussagekräftige Statistiken der Reihenuntersuchungen“, sagt Jaron. „Das ist jetzt noch zu früh.“