Kleve: "Sturm der Liebe" mit Guido Broscheit

Kleve: "Sturm der Liebe" mit Guido Broscheit

Der in Rindern aufgewachsene und nun in Berlin lebende Schauspieler Guido Broscheit ist seit Mittwoch wieder regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Als Veit Bergmann spielt er in der ARD-Telenovela einen schwerreichen Vater.

Er hat viele Gesichter: Schauspieler Guido Broscheit zeigt derzeit wieder ein neues. Der in Rindern aufgewachsene 44-Jährige ist aktuell regelmäßig in der ARD zu sehen. In der Tele-Novela "Sturm der Liebe", montags bis freitags ab 15.10 Uhr, hatte er vorgestern seinen ersten Auftritt.

Guido Broscheit stieg bei Folge 1702 in der Rolle des Veit Bergmann in die Serie ein. Sechs Wochen wird er als Vater der Hauptdarstellerin Marlene Schweitzer versuchen, die Gunst seiner Tochter zu erlangen. "Ich spiele einen an Hepatitis C erkrankten Vater, der ein Stück von Marlenes Leber braucht", erklärt der Schauspieler. Das Vorhaben wird nicht leichter, als seine Tochter erfährt, dass ihr Vater vor ihrer Geburt eine Abtreibung wollte.

"Sturm der Liebe" ist eine weitere große Fernsehproduktion, in der der Klever mitspielt. Die Tele-Novela zählt zu den erfolgreichsten Nachmittagsserien und ist bereits in 20 Ländern zu sehen.

Guido Broscheit, der 1987 am Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasium sein Abitur ablegte, hat auf seinem bisherigen Lebensweg schon einiges gemacht — aber nur selten Langweiliges. Studiert hat der 44-Jährige Jura an den Universitäten Münster und Lausanne. Bevor die rasante TV- und Kino-Karriere Fahrt aufnahm, arbeitete Broscheit acht Jahre als selbstständiger Rechtsanwalt. Fachgebiete: Medien- und Vertragsrecht. 2006 verabschiedete er sich vom geordneten Broterwerb. "Beides war nebeneinander nicht mehr zu vereinbaren", sagt Guido Broscheit. Für die frischen Folgen von "Sturm der Liebe" war er zuletzt zwei Monate in München. "Von 8.30 bis 19 Uhr wurde da gedreht. Wichtig ist, dass man sich auf diese Tage gut vorbereitet. Und da geht es nicht nur darum, seinen Text zu lernen. Man muss sich mit der Rolle auseinandersetzen. In diesem Fall, wie Veit Bergmann mit seiner schweren Krankheit umgeht", sagt Guido Broscheit.

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Ein Vorteil des Klevers mit dem charismatischen Gesichtsausdruck: Er ist flexibel und als Schauspieler in keiner Schublade drin. So war er als seriöser Arzt in der SAT.1-Serie "Klinik am Alex" zu sehen, wo er Knochenbrüche im Akkord versorgte. Einsatzort war dabei die Unfallchirurgie. Seine Spezialdisziplin dort? "Die gab's nicht. Da musste man alles können", erzählt Broscheit. In der ARD-Serie "Rote Rosen" spielte der Klever den zwielichtiger Kasino-Betreiber Falk Landau, dem ein Image irgendwo zwischen Zuhältern und Waffenhändlern anhaftete. Auch in Kinofilmen wirkte er mit. In "Die Relativitätstheorie der Liebe" war er zusammen mit Katja Riemann und Olli Dittrich zu sehen. Eine Rolle in der Komödie von Hape Kerkeling "Horst Schlämmer — Isch kandidiere" wurde ebenfalls von ihm gespielt. Auch wenn die Kritiken für das Werk eher mäßig ausfielen. So urteilte ein Fachblatt, dass man spätestens nach einer halben Stunde Sehnsucht nach dem Abspann habe.

Hilfreich bei dem Weg vom Anwalt zum Schauspieler waren die Aufträge, die der 44-Jährige recht regelmäßig aus der Werbewirtschaft erhält. Ob für Daimler Chrysler, Jacobs Krönung, Wrigley Airwaves, Radeberger oder jetzt für Merci-Schokolade, die aktuell zum Valentinstag wieder ausgestrahlt wird — Broscheit gehört zu den meistgefragten nationalen Darstellern für Werbe-Spots.

Ein aktuelles Projekt des Schauspielers ist eins, das noch weitaus höhere Wellen schlagen könnte. "Ich habe die Rechte für einen internationalen Kinofilm gekauft, den ich an den Start bringen will", sagt Broscheit. Der 44-Jährige spielte darin eine Hauptrolle. Es wäre ein weiterer Schritt auf der ohnehin beachtlichen Karriereleiter des gebürtigen Klevers. Dass auch dies keine Träumerei bleiben muss, haben seine vergangenen Projekte bewiesen. Guido Broscheit ist eben ein Schauspieler mit vielen Gesichtern.

(RP/rl)