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Studenten der Hochschule Rhein-Waal entwickeln Lieferdrohne

Hochschule Rhein-Waal : Ein Flugplan für die autonom fliegende Liefer-Drohne

Beim Best-Idea-Cup der Hochschule Rhein-Waal gewannen zwei Teams vom Campus Kleve ein Preisgeld von 500 Euro mit ihren studentischen Aufgaben.

Die Drohne soll alleine fliegen, sie soll wissen, wo sie zügig unterwegs sein kann und wo es besser Schrittgeschwindigkeit sein sollte. Vor allem soll sie sicher ankommen, und zwar über den besten Weg. Sie soll ankommen und das Päckchen, das sie transportiert, pünktlich abliefern. Mark Trubetskoy und Ralph Deymann, Studenten der Hochschule Rhein-Waal, arbeiten an einer Software für den Flieger, die das möglich machen soll.

Die Steuerung  soll nicht nur als Navi fungieren, um der Drohne den Weg zu weisen, sie soll auch das autonome Fliegen verbessern. Sie  soll grüne Zonen kennen, über denen das Fluggerät „Gas geben“ kann, soll wissen, wie es verbotene Zonen umfliegen muss und wie man sicher über eine „Kreuzung“ kommt, wo also eine andere Route den eigenen Weg kreuzt. Und für den Fall der Fälle ist auch ein Notfallschirm vorgesehen, sagt Ralph Deymann.

Er und Mark Trubetskoy studieren den Bachelor-Studiengang Electrical and Electronics Engenineering. Ihr „Autonomous Drone Route System“ für sichere und autonome Flugrouten für Drohnen in städtischen Gebieten für die gewerbliche und staatliche Nutzung hat den „Best Idea Cup 2020“ der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) gewonnen. Zusammen mit einem Bienenhotel, das Alistair Kane entwickelt hat, der wie die beiden anderen in Kleve studiert, und einer Kartensammlung mit angst- und stressreduzierenden psychologischen Techniken von Julia Gessler, die am Standort Kamp-Lintfort studiert. Es gab 56 Business-Ideen von Studierenden aller Fakultäten, aus denen diese „TOP 3“ ausgewählt wurden, sagt Gerd Heusipp, Leiter des Zentrums für Forschung, Innovation und Transfer (ZFIT) der HSRW. Die „TOP 3“ bekommen ein Preisgeld von 500 Euro und ein sechsmonatiges Coaching für ein Start-up.

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Soll die Drohne autonom fliegen, muss sie einen sicheren Weg haben, muss aber auch kommunizieren können. Zudem müsse man ein regelrechtes virtuelles Straßennetz bauen, auf dem sich die Drohnen bewegen, erklären die Studenten. „Wir arbeiten nicht an einem Prototyp für eine Drohne, sondern an einer Software“, sagt Trubetskoy. Ein System mit Zukunft, das ständig ausgebaut und erweitert werden kann. Alistair Kane studiert International Business und Social Sciences. Er hat ein neues Bienenhotel entwickelt. Natur und Ökologie nähmen eben auch in der Ökonomie einen immer großeren Stellenwert ein, erklärt er. Er habe viele in sich geschlossene Bienenhotels gesehen und von vielen gehört, die gerne hinter die Fassade dieser Häuser schauen würden. Deshalb  soll sein Bienenhotel in Teilen transparent sein, damit man zuschauen und lernen kann, wie ein Bienenvolk arbeitet. Man soll es auch öffnen können, um beispielsweise bei einem Parasitenbefall eingreifen zu können. Vor allem aber soll es derjenige, der es kauft, selber bauen können. Kane möchte sein Bienenhaus später vermarkten, es in kleiner Serie herausbringen. Vielleicht schon im kommenden Sommer.