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Kreis Kleve: Student „001“ bekommt Stelle in Region

Kreis Kleve : Student „001“ bekommt Stelle in Region

Bei Vink Kunststoffe in Emmerich ging der erste Hochschule-Rhein-Waal-Absolvent "vor Anker": Hans-Josef Kuypers und Peter Wack von Campus Kleve trafen Pascal Thölke bei seinem künftigen Arbeitgeber. HRW: "Gute Ausbildung".

Als die Hochschule Rhein-Waal (HRW) gerade gegründet war, schrieb sich Pascal Thölke aus Rees als erster an der jungen Hochschule ein — und bekam einen filmreifen Ausweis mit der magischen Nummer "001". Den hat Thölke jetzt, kurz vor Abschluss seines Studiums, noch immer in der Tasche. Gleich neben einem Job in einem heimischen Unternehmen: Denn der Student der "International Business and Social Sciences" (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) gilt als erster Student der Hochschule Rhein-Waal, der seinen Vertrag für eine Festanstellung in der heimischen Wirtschaft in der Tasche hat. Das verkündeten jetzt die Campus-Cleve-Vorstände Peter Wack und Hans-Josef Kuypers.

Am 1. März 2013 werde Thölke nach Abschluss seiner Hausarbeit bei Vink Kunststoffe in Emmerich am Rhein "vor Anker gehen", so Kuypers und Wack gestern. Vink, der bundesweit zweitgrößte Anbieter von Kunststoff-Halbzeugen, habe den jungen Mann zu diesem Datum mit einem frischen Vertrag ausgestattet. "Er wird Vertriebscontroller zur Unterstützung der diversen Profit-Center, die Vink bundes- und europaweit betreibt", freute sich Kuypers. Halbzeuge sind vorgefertigte Rohmaterialformen wie beispielsweise Bleche, Stangen, Rohre.

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"Wir gehören mit unseren Produkten zur Spitzengruppe in unserem Land, doch auch bei 1200 Kunden, die tagtäglich bis zu 20 Tonnen Kunststoffe allein aus Emmerich geliefert bekommen, geht immer noch etwas mehr", sagt Karl-Heinz Bremer als Profit-Center-Manager von Vink in Emmerich. "Die Hochschule Rhein-Waal ist für uns alle hier in der Region eine überzeugende Sache. Da ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, vor dem Hintergrund erkennbaren Personalbedarfs insbesondere unseren Studierenden aus dem Kreisgebiet die Brücken zu uns zu bauen", so Bremer. Dabei löst Thölkes Weg in den festen Job das von HRW-Präsidentin Marie-Louise Klotz gegebene Versprechen der Verzahnung von Studium und Wirtschaft ein: Thölke ging vor wenigen Monaten auf das 1954 im niederländischen Arnheim gegründete Unternehmen zu und bewarb sich als Student im Praxissemester. Der Student überzeugte durch kaufmännischen Sachverstand, durch soziale Kompetenz und ausgeprägte Verlässlichkeit, so Kuypers. Soziale Kompetenz und Verlässlichkeit zeigte er auch als Student — war er doch studentische Hilfskraft ebenso wie Torwart in der Futsal-Hochschulmannschaft.

"Der gebürtige Reeser hatte mit seinem bezahlten Praktikum den ersten Fuß in der Tür", sagt Kuypers. In den Folgewochen erstellte er für die Niederlassungen der Vink-Gruppe Potential-Analysen, lieferte Potential-Listen an die Vink-Außendienstler und spricht auch heute noch gerne von einer Software-Herausforderung, die ihm in der Berliner Niederlassung beschert worden ist. Bremer und Reinhard Kerber, Kaufmännischer Leiter für Vink Deutschland, die Schweiz und Tschechien, motivierten Thölke zur Bachelor-Arbeit mit und über Vink Kunststoffe. Schreiben wird Thölke über die Bedeutung ausgeprägter Kundenbeziehungen, das Customer-Relationship-Management.

"Wir freuen uns sehr, dass der erste eingeschriebene Studierende der Hochschule nach Abschluss seiner Bachelor-Arbeit umgehend eine Festanstellung bei der Vink Kunststoffe GmbH bekommt. Dies belegt die hohe Nachfrage nach Absolventen der Hochschule Rhein-Waal", sagt HRW-Sprecherin Christin Hasken.