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Kleve: Sternstunden der Filmmusik in Schloss Moyland

Kleve : Sternstunden der Filmmusik in Schloss Moyland

Peter Driessen konnte zahlreiche Besucher zur Neujahrsmatinee der Gemeinde Bedburg-Hau im Zwirnersaal von Schloß Moyland begrüßen. Bereits zum vierten Mal war in dieser Konzertreihe die Sopranistin Melanie Gobbo - mit wechselnder musikalischer Begleitung - zu Gast. Sie erinnerte sich gerne an die Gespräche vor ihrem ersten Auftritt mit Walter Hoffmann, der sich unter den Zuhörern befand.

An diesem Tage hatte die Sängerin den Pianisten Damian Szewczyk und den Violinisten Leszek Saletra als musikalische Gäste mit an den Niederrhein gebracht. "Sternstunden der Filmmusik": Man nehme viele bekannte Filmmusiken, "mische" sie gründlich und heraus kommt ein bekömmlicher "Melodiencocktail", der den Konzertbesuchern, so zeigte es der starke Applaus am Ende des Konzertes, gut mundete.

Damian Szewczyk am Flügel überzeugte vor allem beim Vortrag der teilweise technisch sehr anspruchsvollen Filmmusiken aus dem "Fluch der Karibik" und den James-Bond-Melodien. Eine besondere Kombination: Sein Medley aus "Harry Potter" und "Mission Impossible". Im Zusammenspiel mit Sopranistin und Violonist zeigte sich leider, dass der große Steinway-Flügel für den Zwirnersaal zu dominant wird, wenn er nicht sehr "zurückhaltend" gespielt wird.

Das tat jedoch der pianistischen Qualität von Damian Szewczyk keinen Abbruch. Leszek Saletra an der Violine zeigte sich, nach leichten Intonationsproblemen zu Beginn, als kompetenter Partner von Pianist und Sopranistin. Besonders gut gelangen dabei die langsamen, gefühlvollen Melodien wie das "Parla piu piano" aus dem Film "Der Pate" und die Titelmelodie der "Lovestory". Ein verlässlicher Partner im Trio, der an manchen Stellen aus dem Augenblick heraus gekonnt in den Vortrag hineinimprovisierte. Sopranistin Melanie Gobbo, die für die Zusammenstellung des Konzertes und die überleitenden Moderationen verantwortlich zeichnete, spielte gekonnt auf der "Klaviatur" der schönen und gefühlvollen Melodien.

Ihre besondere Stärke konnte sie in den mittleren und hohen Tonlagen zeigen. Die Interpretation von "Feelings" und "Tonight" seien hier exemplarisch genannt. Man spürte förmlich, wie ihr Gesang beim Publikum auf Widerhall traf. Timo Güdden bedankte am Ende für einen "verzaubernden" Vormittag bei den Ausführenden und schloss die Umweltdienste Schönmackers, die das Konzert ermöglichten und Frau Roswitha Albrecht, die für die Vorbereitung der Matineé verantwortlich zeichnete, mit ein. Die Künstler bedankten sich mit einer Zugabe.

Starker Applaus der Zuhörer. Schon jetzt darf man sich auf die nächste Veranstaltung am 25. Juni freuen.

(RP)