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Kommentar: Stein der Weisen

Kommentar : Stein der Weisen

Das Thema Schule ist zweifellos ein sensibles. Was bei den Garbe-Plänen im Vordergrund steht: Der Mann hat in erster Linie Kennzahlen statt Kinder im Kopf.

Handlungsbedarf besteht zweifellos. Im Konrad-Adenauer-Gymnasium stammen einige Gebäude aus den 70er Jahren und sind in etwa so gut gedämmt wie heute jede durchschnittliche Baubude. Jahrelang hat die Stadt es hier versäumt, das Gebäude regelmäßig zu sanieren.

Die Idee, dass es im ganzen Stadtgebiet nur ein Gymnasium gibt, das kurz vorm Altrhein nahe des herrlichen Örtchens Griethausen liegt, ist nicht der Stein der Weisen. Wenn ich in Kranenburg wohne, nehme ich in Kauf, dass eine weiterführende Schule nicht um die Ecke liegt. Doch darf, falls es nur ein Gymnasium gibt, dieses nicht an der Peripherie liegen.

Zudem wäre es ein Fehler, bei den Planungen zwangsläufig davon ausgehen, dass die Anmeldezahlen in den kommenden Jahren so bleiben, wie sie aktuell sind. Vielleicht flacht der Hype um die Schule der Hoffnung — die Gesamtschule — bald ab. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat sich schon ein paar Jahre länger bewährt. Und durch die Konkurrenz ist auch hier schon die Tradition ordentlich auf Trab gebracht worden.

(RP)