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Kleve: Stefanie Heckmann verlässt Moyland

Kleve : Stefanie Heckmann verlässt Moyland

Die Leiterin des Beuys-Archivs und stellvertretende künstlerische Leiterin von Museum Schloss Moyland geht nach Berlin

Es waren vier spannende Jahre für die stellvertretende künstlerische Leiterin von Museum Schloss Moyland, Stefanie Heckmann: Entwicklung der Neupräsentation im Team mit Direktorin Bettina Paust, die Neueröffnung. Sie begleitete die Ausstellung "Alles Gute! 20 Jahre Künstlerinnenförderung Nordrhein-Westfalen", kuratierte "Supervisions. Zeichen und Sein" und bereitet derzeit die große Schau "Der Himmel so weit" vor. Jetzt wird Heckmann, fast genau vier Jahre, nachdem sie im Februar 2010 vorgestellt wurde, zum 1. April 2014 Moyland wieder verlassen. Sie wechselt zur Berlinischen Galerie.

Die künstlerische Direktorin von Museum Schloss Moyland, Bettina Paust, und ihre Stellvertretrein in der neuen Präsentation. Foto: Stade

Damit geht die einst aus Berlin an den Niederrhein gekommene Kunsthistorikerin wieder zurück "nach Hause", wie sie im RP-Gespräch sagte. Es seien ausschließlich private Gründe, die den Ausschlag für den Wechsel gegeben haben. Sie sei lange gependelt und habe jetzt die Möglichkeit gehabt, zurück an die Spree zu können, sagt sie. Dort ist die 50-Jährige auch nicht mehr in die Museumsdirektion eingebunden, hat aber die Sammlungsleitung inne. Die Berlinische Galerie ist eines der jüngsten Museen der Hauptstadt und sammelt in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute — mit lokalem Fokus und internationalem Anspruch zugleich, heißt es auf der Homepage des Hauses, das 1975 als privater Verein gegründet wurde und als Landesmuseum 2004 in Nachbarschaft zum Jüdischen Museum sein eigenes Haus in einer umgebauten Industriehalle neu eröffnet wurde.

Die Sammlung bildet einen Mix aus Malerei, Grafik, Skulptur, Multimedia, Fotografie, Architektur und Künstler-Archive. Überdies erfolgte eine ungewöhnlich anmutende Spezialisierung auf in Berlin entstandene Kunst seit 1870: "Die lokale Konzentration auf das künstlerische Schaffen in einer Region ist jedoch nicht als Beschränkung zu verstehen, sondern muss vielmehr als Fokussierung begriffen werden", so die Galerie.

Hervorgehoben wird auch, dass es sich nicht um eine fürstliche, sondern um eine bürgerliche Sammlung handele, die seit 1975 mit großen Enthusiasmus zusammengetragen werde.

"Moyland war für mich eine tolle Zeit", blickt Heckmann auf die vergangenen vier Jahre zurück. Sie habe sehr viel machen und auch gestalten können — sowohl als Leiterin des Beuys-Archivs als auch als Vertreterin in der Museumsleitung. "Ich habe diese Zeit als große Bereicherung empfunden. Vor allem die Chance, mich in einem solchen Beuys-Zentrum wie Schloss Moyland mit Joseph Beuys auseinandersetzen zu können", sagt sie.

Noch arbeitet sie an den Texten zum Sammlungskatalog "Der Himmel so weit. Landschaftsdarstellungen der Niederrheinlande". Die von ihr zusammen mit Alexander Grönert und Barbara Strieder kuratierte Ausstellung wird allerdings erst eröffnet, wenn sie bereits in Berlin ist, am 18. Mai. "Natürlich werde ich zur Eröffnung im Schloss sein", sagt Heckmann. Überhaupt werde sie mit dem Museum und mit Direktorin Dr. Bettina Paust ja auch weiterhin freundlich verbunden blieben. "Ich bin im Mai bestimmt nicht das letzte Mal in Moyland", sagt sie.

Paust bedankt sich für die vier ereignisreichen Jahre bei Heckmann, in denen das Team gemeinsam das Museum auf einen neuen Weg gebracht hat und die neue Sammlungspräsentation mit den "Kunst-Bewegt"-Ausstellungen auch das Schloss stets erneuert.

(RP)