Kleve: Stadtwerke als Windbauer

Kleve : Stadtwerke als Windbauer

Die Stadtwerke Kleve wollen eine Drei-Megawatt-Anlage bauen. Kostenrahmen: Fünf Millionen Euro. Jetzt wird ein Standort gesucht. Seit Fukushima ist die Nachfrage nach alternativen Stromangeboten gestiegen.

Die Stadtwerke Kleve werden unter die Windbauern gehen. Das bestätigte Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Hoffmann nochmals auf der Stadtpressekonferenz. Er habe jetzt grünes Licht, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, sagte er mit Blick auf einen nickenden Bürgermeister Theo Brauer. Zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Jürgen Rauer suchen die Stadtwerke derzeit entsprechende Flächen. Wenn diese Flächen gefunden sind, werde man auch entscheiden, ob man eine oder vielleicht sogar zwei Windkraftanlagen bauen wolle. Hoffmann: "Wir werden das realisieren". Mit der Option, in Zukunft vielleicht sogar weitere Windmühlen errichten zu können. Hoffmann betonte ausdrücklich, dass die Entscheidung, eine eigene Windkraftanlage bauen zu wollen, schon vor dem Kraftwerksunglück im japanischen Fukushima gefallen sei. "Jetzt ist die Diskussion um die künftige Energieversorgung ja zur globalen geworden", sinnierte der Stadtwerke-Chef.

Sicher ist der Bau einer Drei-Megawatt-Anlage. Die würde fast acht Prozent des Bedarfs von 40 Megawatt der Stadt Kleve decken. "Das sind dann schon interessante Optionen", sagt Hoffmann. Der Bau einer solchen Anlage würde rund fünf Millionen Euro kosten. Er gab aber auch zu bedenken, dass moderne Windkrafträder eine Höhe von bis zu 200 Metern erreichen. Zum Vergleich: Die Türme des Kölner Doms sind knapp 158 Meter hoch. Jürgen Rauer bestätigte, dass es im Raum Kleve zwei informelle Anfragen zur Errichtung von Windkraftanlagen gibt.

Seit Fukushima sei aber auch die Nachfrage nach atomfreiem Strom gestiegen, sagt Hoffmann. Zwar habe man neben dem "CleverStrom" schon seit zehn Jahren "CleverEnergreen" im Angebot, doch werde der deutlich teurere Strom bis jetzt nur von 30 Kunden bezogen. Eine günstigere Alternative sei da der ebenfalls schon länger im Angebot stehende "CleverWatergreen", der für zwei Euro mehr im Monat zu bekommen sei.

Rechtsrat Wolfgang Goffin wies während der Stadtpressekonferenz nochmals auf die Anleinpflicht für Hunde hin, die weiterhin verstärkt überprüft werde. "Hunde sind so zu halten, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Deshalb besteht in der Stadt Anleinpflicht", sagt Goffin. Ebenso sollte jeder einen Plastikbeutel dabei haben, wenn der Hund im Stadtgebiet sein Geschäft machen sollte. "Sprechen Sie mit anderen Hundebesitzern und tauschen Sie sich aus", appellierte Goffin an Hundehalter. Für Nachfragen zum Thema "Hund und Leine" wissen die städtischen Mitarbeiter Lamers (02821 84307) und Hecht (0 28 2184 287) Rat.

Auf der städtischen Internetseite www.kleve.de können künftig Veranstalter ihre Termine eintragen und besser koordinieren, teilte Annette Wier vom Kulturamt mit. Der Pfad laufe über Stadtleben und Kultur/Veranstaltungen/Veranstaltungsmeldung.

(RP)
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