Ferienlager Kalkar : Messdiener erleben tolle Lagerzeit in Bergneustadt

Wie verhält man sich als anständiger Partner auf dem Schützenthron, wenn man spürt, dass die Arme gerade paarweise aneinanderge-„schweißt“ werden? Wie viele Becher müssen im vierzehntägigen Lager gespült werden, wenn 90 Lagerteilnehmer am Tag drei Liter trinken sollen?

Die Kalkarer Messdiener und ihre Freunde erleben im zwei Autostunden entfernten Bergneustadt eine heiße Zeit.

„Lager ist Zunehmzeit“, sagt der etwas ältere Junge und freut sich aufs Abendessen. In der engen Küche zaubern drei versierte Damen ständig neue Gerichte. Reste bleiben selten zurück. Schließlich haben Kalkarer Betriebe und Einzelspender gut für Lebensmittel gesorgt. Am Bibeltag ist im Lager „Ruhetag“ und Ausschlafen nach der Disko angesagt, bevor die Kleinen und die Großen ihr Wissen um „#Jesus and friends“ erweitern und bei einem informativen Bibelparcour eine zweite Lagermesse feiern. Die Stadt haben sie erwandert. Das Schützenfest wurde mit Kirmes, Popcorn, Spielständen und Laserschießen gefeiert, nachdem Jan Mondry und Luise Brinkmann als Königspaar mittels Wurfschleuder auf mit Mehl befüllte Becher ermittelt wurden. Während Jan Mölders die Logistik, Diensteinteilung, Ordnung, Kasse und Routenführung im Blick hat, sortiert und moderiert Christian Berendonk die Programmplanung und die Leiterrunden.

Sehr aufwändig an Material und Gehirnschmalz war das Rollenspiel der Betreuer: Der Wettstreit im Raketenbau der zwölf Lagerteams zum Verlassen der alten Erde zog sich in die Länge. Aber am Ende war ein Großteil der Raketen startklar. Im Lagertagebuch gibt es für die Eltern Fotos der Tage. Viele der Lagerspiele entstammen dem eigenen Tüffteln und spontanen Planen der Leitungsteilnehmer. Dankbar zeigen sich die Kinder für das Engagement der Betreuer, die Wege zum See sowie die Künste der Küche. Bis zum Freitag stehen noch Spiele und Aktionen auf dem Programm, begleitet vom kühlenden Nass und der wärmenden Sonne. Dann werden hoffentlich alle Teilnehmer zufrieden ihre gefüllten Wäschekoffer und die gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse gegen 13 Uhr am Schulzentrum den Eltern übergeben.

(RP)