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Kleve: Stadtführer: Kleve in Englisch

Kleve : Stadtführer: Kleve in Englisch

Maren Rombold hat ihren Stadtführer "Neugierig auf Kleve" in die englische Sprache übersetzt. Damit das Buch erscheinen kann, werden jetzt Sponsoren oder Anzeigenkunden benötigt. Am 12. Mai soll das Buch im Laden stehen.

Bereits die erste Auflage des Stadtführers "Neugierig auf Kleve" war ein voller Erfolg. Fast 2000 Exemplare haben Abnehmer gefunden. "Zehn Stück habe ich noch", sagt Autorin Maren Rombold. Dieser Erfolg soll sich bei dem neuen Projekt der gebürtigen Tübingerin nun fortsetzen: Vor einem halben Jahr hat Rombold die Übersetzung ihres Stadtführers in die englische Sprache in Angriff genommen.

"Vertreter der Hochschule Rhein-Waal sind auf mich zugekommen und haben mir gesagt, dass es viele Studenten gebe, die sich für eine englische Version meines Stadtführer interessierten", berichtet Rombold. Auch Karl-Heinz Köster, Vorsitzender des Vereins Städtepartnerschaft Kleve-Worcester, hält das für eine sehr gute Idee. "Das ist ein tolles Geschenk für unsere englischen Freunde", sagte Köster gestern beim Pressegespräch.

Auf dem Weg zur Fertigstellung des Buchprojekt fanden sich weitere Unterstützer. Der Student Manuel Oppenberg aus Essen übersetzte einen großen Teil des Buchs. Den Feinschliff mit Korrekturen und Recherche besorgte ein Team, bestehend aus der Studentin Andrea Seelig, Englischlehrer Franjo Bourceau, Studentin Lea Rombold und eben Karl-Heinz Köster. Einmal pro Woche trafen sich die Mitstreiter, um mit Hilfe von vier Computern das Projekt in die Tat umzusetzen.

Dabei stießen sie auf ungeahnte Schwierigkeiten. In Kleve gebe es so viele Besonderheiten, die sich kaum ins Englische übersetzen ließen, berichtet das Redaktionsteam. "Da gibt es beispielsweise das Spargeldorf Kessel. Versuchen Sie das einmal zu übersetzen", sagt Karl-Heinz Köster. Auch niederrheinische Kochrezepte seien eine echte Herausforderung gewesen. Letztendlich hat das Team aber alle Hürden genommen. "Curious about Kleve" soll das Werk heißen.

Doch es gibt einen Haken: Ob das Buch jemals erscheint, steht noch in den Sternen. "Eine kleine Auflage hat einen hohen Preis, und so scheint das Buch trotz Idealismus' und viel Engagements nicht machbar", sagt Rombold. Nun sucht die 33-Jährige nach Unterstützern, damit das Projekt doch noch realisiert werden kann. Dies kann durch Sponsoring oder die Abnahme einer Werbefläche beziehungsweise einer Anzahl Bücher geschehen.

Auch Ute-Schule Heiming, Geschäftsführerin von Kleve Stadtmarketing, ist von "Curious about Kleve" begeistert. Sie hat Rombold bereits ihre Unterstützung zugesagt, möchte eine Charge kaufen. Doch trotzdem reicht dies nicht, um die Finanzierung des Projekts zu sichern. "Um eine größere Auflage zu kaufen, fehlt uns das Geld. Da macht der Kämmerer nicht mit", sagt Schulze-Heiming. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 12. Mai, rechtzeitig zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Kleve-Worcester soll das Buch in den Handel kommen.

(RP/rl)