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Kalkar: Stadtfest: Kalkar tritt in die Pedale

Kalkar : Stadtfest: Kalkar tritt in die Pedale

Ein gutes Fahrrad muss nicht teuer sein: Einmal jährlich werden auf dem Marktplatz der Nicolaistadt gebrauchte Räder in allen Variationen versteigert. Im Rathaus drehte sich alles ums Thema Immobilien. Nächstes Stadtfest am 1. Mai.

Sonntag, 12 Uhr — das Wetter hält. Ein erster Erfolg in Kalkar, dessen letztes Stadtfest mit Büchermarkt im Oktober vergangenen Jahres noch strömenden Regen zum Opfer gefallen ist und für die Veranstalter in einer kleinen Katastrophe endete. Längst vergessen, auf dem Marktplatz tummeln sich wieder hunderte Schau- und Bietlustige. "Es hat sich in den letzten Jahren herumgesprochen, dass wir mit dieser besonderen Aktion in das neue Jahr starten", sagt Harald Münzner, der einmal im Frühling seinen normalen Arbeitsplatz in der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Tourismus gegen die Auktionator-Bühne eintauscht. Dann wird auf dem Markt um jeden Euro gefeilscht, gebrauchte Fahrräder kommen unter den Hammer. "Das ist eine wirklich tolle Veranstaltung geworden. Die Leute wollen raus, sich bewegen. Da kommen wir gerade richtig", sagt Münzner.

Bereits zum 13. Mal drehte sich in der Nicolaistadt ein kompletter Sonntag rund um das Rad. Und das in allen Variationen: Vom Modell mit Echtleder-Sattel und Leoparden-Lackierung über Mountainbikes für die kleinen bis hin zu einer Hand voll Einräder. "Die Besucher wissen, was sie erwartet", meint der Tourismus-Fachmann. "Wir bieten hier keine Profi-Sporträder für 700 Euro, sondern solche, die man im Alltag verwenden kann. Zum Einkaufen oder für eine Spritztour am Wochenende", sagt Münzner. Zehn Prozent des Erlöses sämtlicher Räder gehen übrigens an die Pfadfinder Kalkar, da hat nicht einmal der Auktionator ein schlechtes Gewissen, wenn der Preis nach oben schnellt. "Wir hatten heute Fahrräder, die sind für den doppelten Preis dessen weg gegangen, was sich ihre ursprünglichen Besitzer mal gedacht haben", erklärt er. "Wenn vier oder fünf Interessierte um die Wette bieten, macht es auch richtig Spaß", sagt Münzner. Auch für Gastronomie und Einzelhandel ein lohnendes Geschäft. "Ohne die Aktion wären natürlich nicht so viele Besucher in der Innenstadt", gibt er zu Bedenken.

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Während vor dem Rathaus alle nur Augen für die Fahrräder haben, kann man sich die Wendeltreppe hoch im Rathaus beim Immobilientag rund um das Thema Eigenheim informieren. Eine Kombination, die sich bewährt hat — für Anbieter wie für Neugierige.

Derweil laufen bereits die Vorbereitungen für das größte Stadtfest im Kalender der Stadt. Bei "Kalkar in Blüte" am 1. Mai werden in der Nicolaistadt wie jährlich tausende Besucher erwartet.

(lukra)