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Kranenburg: Stadt, Land, Fluss am Niederrhein

Kranenburg : Stadt, Land, Fluss am Niederrhein

Die "Tage der Rheinischen Landschaft" finden in diesem Jahr am unteren Niederrhein statt. Vom 31. August bis zum 15. September sollen knapp 100 Veranstaltungen den Teilnehmern ihre Heimat und Kultur näherbringen.

"Wer kennt das Phänomen nicht", fragt Martin Pflaum vom Landschaftsverband Rheinland. "Im Urlaub ist man an Land und Leuten immer sehr interessiert – wenn man dann wieder zu Hause ist, beschäftigt man sich im Alltag kaum mit Landschaft und Kultur." Am unteren Niederrhein stellt sich der Landschaftsverband Rheinland (LVR) dem entgegen: zwei Wochen lang finden in den Kreisen Kleve und Wesel die "Tage der Rheinischen Landschaft" statt.

Alle zwei Jahre soll diese Veranstaltungsreihe in wechselnden Regionen stattfinden – nach dem Bergischen Land im Jahr 2011 ist diesmal der untere Niederrhein dran. Eröffnet wird die Aktion "Stadt, Land, Fluss" durch den zweitägigen "Niederrheinmarkt" im Archäologischen Park Xanten (siehe Info-Kasten). In den folgenden zwei Wochen werden von den regionalen Partnern des LVR knapp 100 verschiedene Angebote zu Natur und Kultur am Niederrhein organisiert.

"Wir wollen in erster Linie die regionale Identität bei den Menschen stärken", erzählt Martin Pflaum vom LVR und ergänzt: "Die Veranstaltungen werden aber auch außerhalb des Gebiets beworben, so dass wir auch anderen Menschen die verborgene Schönheit des Niederrheins nahe bringen können."

Viele Veranstaltungen werden von den Partnern am Niederrhein durchgeführt – dazu gehören vor allem die Naturschutzstationen Niederrhein und Gelderland, die Biologische Station im Kreis Wesel und das Naturschutzzentrum Kreis Kleve. "Einer unserer Höhepunkte als Biostation ist der Leica Zugvogeltag", sagt Daniel Doer von der Nabu Naturschutzstation Niederrhein. Dabei werden die Teilnehmer in Keeken durch optische Geräte von Leica die ziehenden Vögel beobachten können. Ein besonderes Ziel der Organisatoren sei es, auch Menschen mit Behinderung ein breites Angebot zu machen, so Julia König vom LVR. "Deswegen haben wir etwa im Rahmen des Inklusionsprojekts zusammen mit Nabu einige besondere geländegängige Rollstühle gekauft", sagt König. Die sollen auch bei "Stadt, Land, Fluss" zum Einsatz kommen. In dem umfangreichen Programmheft sind alle Veranstaltungen mit Piktogrammen gekennzeichnet, die Menschen mit Einschränkungen helfen, die geeigneten Veranstaltungen für sich zu finden. So wird etwa bei einigen Führungen auch ein Gebärden-Dolmetscher dabei sein.

(RP)