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Stadt Kalkar sucht neuen Leiter für Jugendheim

Jugendarbeit : Kalkar braucht neuen Jugendleiter

Der bisherige Jugendleiter, Joachim Meiburg, geht in Rente. Nun sucht die Stadt einen Nachfolger, der sich der Aufgabe annimmt. Es geht um die pädagogische Begleitung der Kinder und Jugendlichen.

KALKAR In Kalkar gibt es zwei Anlaufpunkte für Kinder und Jugendliche - beide in Altkalkar in der Birkenallee, sozusagen Tür an Tür. Das eine ist eine städtische Einrichtung, das andere ist das teil-offene Angebot der evangelischen Kirche (mit von der Stadt ausgeliehenem Personal). Die Mitarbeiter beider Häuser ergänzen sich und stimmen ihre Programm aufeinander ab, so dass immer etwas zu tun ist für Schüler, die nach der Schule Betreuung, Unterhaltung oder auch Hilfe bei den Hausaufgaben benötigen. Weil Joachim Meiburg, der bisherige städtische Jugendleiter, in Rente geht, wird ein Nachfolger gesucht. Das wird nicht einfach, ahnt Andreas Stechling, der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, „denn der Bewerber muss ja einen sozialpädagogischen Hintergrund haben und Erfahrung mit jungen Leuten.“ Was ist die Aufgabe des neuen Jugendleiters? „Es geht um die pädagogische Begleitung der Kinder und Jugendlichen, die dabei unterstützt werden sollen, selbstständig zu werden und sich in den gesellschaftlichen Prozess zu integrieren. Das klingt vielleicht ein wenig überspannt, gemeint ist, allen Handlungs- und Sozialkompetenzen zu vermitteln, die nicht jeder in ausreichender Form von zu Hause mitbekommt“, erklärt Stechling. Werte vermitteln, angemessenes Verhalten erlernen - auch das gehöre dazu. Gerade im Siedlungsschwerpunkt Altkalkar lebten ja viele Familien, die Unterstützungsangebote gut brauchen können. Ebenso werde vom pädagogischen Team erwartet, darauf zu achten, dass Integration gelingt und Ausgrenzung vermieden wird. Zudem ist ein Jugendheim immer auch ein niederschwelliges Angebot in Bildungssachen. Bei Schulproblemen, Bewerbungsfragen, aber auch bei Stress in der Familie soll es Anlaufstelle sein. Natürlich ist auch der städtische Streetworker Peter Holderberg ein wichtiger Partner. „Er geht auf der Straße auf die jungen Leute zu, hat also einen anderen Arbeitsschwerpunkt“, so Stechling.

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Das Jugendzentrum der Stadt Kalkar ist übrigens eines der traditionsreichsten im Kreis Kleve und zugleich eines der jüngsten: Erst vor zwei Jahren wurde es neben dem Kindergarten an der Birkenallee gebaut. Geöffnet ist es montags, donnerstags und freitags, dazu am Samstag ab 18 Uhr zum Entspannen. An den Werktagen wird getanzt, gekocht, gespielt, Musik gemacht. Im evangelischen Jugendhaus stehen auch Computer mit Internetanschluss zur Verfügung, in der Turnhalle gibt’s reichlich Sport- und Bewegungsprogramm.

Derzeit sind wegen Corona beide Einrichtungen geschlossen, sobald es möglich ist, werden die Türen wieder offen stehen - für Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen und jeder Konfession.