1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Stadt-Infos

Treffen im Garten am Kranenburger Rütterswall von Einheimischen und Zugewanderten.

Kranenburg : Gartentreffen am Rütterswall in Kranenburg

Beim Treffen am Kranenburger Rütterswall wurden die Produkte des Naturgartens angeboten.

Bei einem Rundgang durch den öffentlichen Garten am Rütterswall in Kranenburg kam Johan Geerligs (63) ins Schwärmen. Durch die Mithilfe in einer ehrenamtlichen Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge kam der Niederländer, der im Alltagsleben mit Behinderten arbeitet, auf die Idee, am Rütterswall an der historischen Stadtmauer einen „Social Garden“ einzurichten. Im Anfang engagierten sich sechs Zugewanderte, heute unterstützen drei Frauen den Gartenchef, der mit Leib und Seele sich dieser Aufgabe widmet. Seit zwei Jahren besteht ein 60 Meter langer und 10 Meter breiter Garten, worin Platz für gemeinsames Säen, Ernten und Genießen ist. Da die Betreiber weitere Interessierte für ein völkerverbindendes gemeinsames Naturerlebnis im Grünen suchen, hatten sie zu einem geselligen grünen Nachmittag mit Musik und „Hapjes“ aus Produkten des „Sozial Gardens“ eingeladen. Erfreulicherweise kamen eine stattliche Anzahl Kranenburger Bürger und auch einige, inzwischen integrierte Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern

  • Niel Serie ãDorfspaziergangÒ Hubert Nass fŸhrt
    Dorfspaziergang in Kranenburg-Niel : Ein echtes Kuhdorf
  • Wechsel an der Spitze (v. l.):
    Kranenburg-Nütterden : Neue Leitung bei Nütterdener Wehr
  • Gisela Blome und Heinz Nielen vom
    Kranenburg : Mehr Farbe im Kern

Der öffentliche Garten entstand aus einer Initiative des Runden Tisches Kranenburg. Das Grundstück wurde von Werner Moors und Leo Gendritzki großzügig zur Verfügung gestellt. Beabsichtigt war unter anderem, die Integration Zugewanderter aus fernen Ländern zu fördern durch gemeinsames Säen, Ernten und Verzehren der Früchte aus eigener Arbeit. Aus einem Kasten kann sich jeder nach Bedarf die Früchte des Gartens mitnehmen.

Hans-Ulrich Heiden, stellvertretender Bürgermeister, lobte den Gemeinschaftsgarten, „der blüht und gedeiht.“ Er gab die Anregung, vielleicht einmal auf dem Balkon eigene Kartoffeln anzupflanzen, „so wie es früher die Großeltern taten, die mit viel Sorgfalt ihren Nutzgarten bearbeiteten.“ Er dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, gemeinsam etwas zu tun, „um Gartenkultur zu erleben“. Fred Kahm, Sprecher des früheren Runden Tisches, sagte: „Unsere insektenfreundlichen Blumenbeete sind ein Beitrag zu dem Bemühen, die Natur (er)lebenswert zu erhalten.Das Billigangebot hat dazu geführt, dass viele Gemüsegärten stillgelegt beziehungsweise zu insekten-unfreundlichen Rasenflächen degradiert wurden.“