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Stadt gibt neue "Geschichte der Stadt Kleve" heraus.

Kulturausschuss : Spoyterrassen und eine Stadtgeschichte für Kleve

Im nächsten Kulturausschuss der Stadt Kleve am Mittwoch, 26. Januar, wird es unter anderem um neue Straßennamen und Dachformen gehen, aber auch um ein dreibändiges historisches Werk.

Die neu aufgeschriebene „Geschichte der Stadt Kleve“ soll 202.000 Euro kosten und drei Bände von je 350 Seiten umfassen. Mit der Herausgabe wird das Stadtarchiv beauftragt, wenn die Mitglieder im Kulturausschuss entsprechend empfehlen und der Rat der Stadt das beschließt. Am Mittwoch, 26. Januar, 17 Uhr steht die Diskussion zur neuen Stadtgeschichte auf der Tagesordnung des Kulturausschusses, der im Rathaus der Stadt tagt. Die ersten beiden Bände der Geschichte sollen neben der naturräumlichen Gliederung der Landschaft, der archäologischen Funde und Befunde bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts die Geschichte Kleves bis in die Gegenwart umfassen, so die Verwaltung. Kleves Geschichte also auf 700 Seiten komprimieren. Im dritten Band werden die Entwicklungen und die Geschichte der Ortsteile thematisiert werden.

Herausgegeben wird die neue Stadtgeschichte von einem Team: Prof. Margret Wensky, dem ehemaligen Leiter des Stadtarchivs Bert Thissen und der Archivleiterin Katrin Bürgel. Margret Wensky war Abteilungsleiterin für Stadt- und Landesgeschichte beim Landschaftsverband Rheinland und Lehrbeauftragte an der Universität Bonn. Dieses Team trägt die Verantwortung für die Inhalte, schreibt eigene Texte. Dennoch wird das Schreiben der Stadtgeschichte auf viele Schultern verteilt: verschiedene Autoren sollen entsprechend ihrer Fachkompetenz die geplanten Kapitel abdecken, außerdem sollen externe Spezialisten hinzugezogen werden.

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Die Stadtgeschichte soll wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden, aber für ein breites Publikum lesbar und ansprechend gestaltet werden, heißt es weiter. Die Kosten von 202.000 Euro resultieren aus Autorenhonoraren (75.000 Euro), Druckkosten (75.000 Euro) sowie Kostenerstattungen und Bildrechten.

Auch werden im Ausschuss neue Straßennamen diskutiert werden: So schlägt die Verwaltung vor, den Weg entlang des Rilano-Hotels von Hafenstraße bis Herzogstraße künftig „Spoyterrassen“ zu taufen – eine Assoziation zu den ungleich berühmteren Rheinterrassen. Für den Erschließungsweg zum Konrad-Adenauer-Gymnasium steht der Name „Am Stellwerk“ im Raum.

Zudem wird ein Stück Stadtgestaltung Kleves diskutiert werden: „Einfügekriterien von Dachformen im ungeplanten Innenbereich (am Beispiel der oberen Lindenallee)“, heißt ein Vortrag des Fachbereichs Planen und Bauen. Damit will die Verwaltung wohl begründen, warum man künftig Flachdachhäuser in Kleve zwischen solchen mit spitzen Dächern setzen dürfen soll – auch wenn die Umgebung das eigentlich nicht zulässt im so genannten „ungeplanten Innenbereich“. Denn dort sollen sich Planungen an der Nachbarbebauung orientieren. An der oberen Lindenallee war es im Verlauf einer solchen Diskussion (es ging hier um eine Dreigeschossigkeit) zu einer Planänderung eines Mehrfamilienhauses gekommen: Das steht jetzt mit schickem Doppelgiebel an der Straße. Jetzt schlägt die Verwaltung ein Flachdach ein paar Häuser weiter vor – und weil das dann nicht nur für die obere Lindenallee gelten würde, haben die Grünen das Thema auf die Agenda gesetzt. Wie schon im Bauausschuss zum klimafreundliches Bauen: „Geschichte und Bild einer Stadt oder Straße dürften nicht vergessen werden“, sagte dazu Kulturausschuss-Vorsitzende HedwigMeyer-Wilmes (Grüne).