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St. Markus Bedburg-Hau: Es fetzte beim Tag der kleinen Forscher

Aktionstag in Grundschule : Es fetzte beim Tag der kleinen Forscher in Bedburg-Hau

Wie sieht Papier unter dem Mikroskop aus? Wie stark ist Papier? Wie wird es eigentlich hergestellt und wie kann man es wiederverwenden? Die St. Markus Grundschule zeigte unter dem Motto „Papier – das fetzt!“, was die Schüler über den allgegenwertigen Stoff herausgefunden hatten.

Diese und noch viel mehr Fragen beschäftigten die Schüler der St. Markus Grundschule in Bedburg-Hau bei ihrem Projekt „Papier – das fetzt!“.  Unterstützt von der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, deren lokales Netzwerk die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) übernommen hat, hatten die Kinder aller vier Jahrgangsstufen den allgegenwärtigen Wertstoff Papier auf sehr unterschiedliche Weise erforscht.

Zu einem Aktionstag hatten sie zusammen mit ihren Betreuerinnen der offenen Ganztagsschule (OGS) und ihren Lehrerinnen Vertreter der Gemeinde, der HSRW und der Caritas als Träger der OGS an der St. Markusschule eingeladen. Unter den Gästen war auch der Bundestagsabgeordnete des Kreises Kleve, Stefan Rouenhoff (CDU). „Wir zeigen heute einen Einblick in unsere Erziehungsarbeit, die geleitet wird von der Persönlichkeitsstärkung jedes einzelnen Kindes, Vielfalt, Toleranz, Gesundheit und Nachhaltigkeit“, sagte die Schulleiterin Bettina Schulte zur Begrüßung. In verschiedenen Räumen und im Außenbereich präsentierten die Schüler ihre Forschungsansätze.

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Wie aus alten Zeitungen wieder neues Papier entsteht, lernte die Arbeitsgruppe „Papier schöpfen“. „Wir haben das Altpapier über Nacht in Wasser eingeweicht und dann in einem Mixer zu Brei verarbeitet“, berichtet Anke Hüskes, Betreuerin der OGS. Mit Rahmen, in die ein feines Netz gespannt war, wurde dann geschöpft. Aus dem recycelten Papier stellten die Kinder mithilfe von Plätzchenausstechern und Wildblumensamen kleine Saatpapiere her. Eine andere Gruppe fertigte aus geometrischen Papierfahnen Perlen und bastelte bunte Armbänder daraus. Es wurden Papierpropeller konstruiert und stabile Brücken aus Pappe gebaut. „Hier sieht es aus wie bei uns an der Uni im Forschungslabor“, sagte Oliver Locker-Grütjen, Präsident der HSRW, als er Erik und Florian bei der Arbeit mit dem Mikroskop sah. „Wie das Spinnennetz von Spiderman in Rot“, sagte Florian begeistert, als er rotes Krepp-Papier auf den Objekttisch legte und durch das Okular schaute.

Barbara Maué, die an der Hochschule das lokale Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ koordiniert ,sagte: „Wir qualifizieren insbesondere die Lehrer, damit sie die Kinder motivieren, nicht etwas nachzumachen, sondern eigene Ansätze finden, um ihre Fragen zu beantworten.“ Manuela Witzke, die Leiterin der OGS an der St. Markusschule berichtete, dass sie als Schule bereits seit sechs Jahren an dem Förderprojekt teilnehmen, das insbesondere die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik) zum Schwerpunkt hat. „Jeder Tag ist bei uns ein Forscher-Tag, wir haben Schmetterlinge und Champignons gezüchtet, Insektenhotels gebaut oder einen Barfuß-Erlebnispfad angelegt“, erzählt sie von verschiedenen Projekten innerhalb der OGS.

Interesse an den kleinen Forschern zeigte auch Stefan Rouenhoff. Er dankte der Schule und der Hochschule für ihren Einsatz, Kinder bereits früh in den MINT-Fächern zu fördern. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und das ist es, was wir brauchen in Deutschland, um dem Fachkräfte-Mangel gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich entgegenzuwirken“, sagte er. Gute Aussichten für versprach Manuela Witzke: „Erik möchte Umweltforscher werden, Mats Architekt und Brückenbauer, Florian Paläontologe und Eske Erfinderin.“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist ein bundesweites Bildungsprogramm, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte unterstützt, Kinder im Vorschul- und Grundschulalter beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.