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Kreis Kleve: Spreen holt Kantersieg

Kreis Kleve : Spreen holt Kantersieg

Der neue Landrat ist der alte: Verwaltungschef schafft 57,17 Prozent der Stimmen. Auch die CDU verteidigt ihre absolute Mehrheit im Kreistag. Allgemeines Bedauern über die niedrige Wahlbeteiligung von 53,01 Prozent.

kreis kleve Die Polit-Buchmacher hatten ihn als sichersten Titelanwärter ins Rennen geschickt: Wolfgang Spreen rechtfertigte das Vertrauen und wurde gestern Abend mit stolzen 57,17 Prozent der Stimmen als Landrat des Kreises Kleve für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Gegen den alten und neuen Verwaltungschef des Kreishauses rangierten die Mitkonkurrenten Bodo Wißen (SPD, 23,06 Prozent), Dietmar Gorißen (FDP, 8,5) und Ute Sickelmann (Grüne, 8,09) unter ferner liefen.

Respekt vor Konkurrenz

Der 54 Jahre alte Spreen zeigte sich gestern Abend im Gespräch mit der RP hochzufrieden: "Ich bin froh, dass Resultat von 2004 fast genau wiederholt zu haben und bedanke mich bei allen Wählern und meiner Familie für die Unterstützung." Auch das hervorragende Resultat der CDU, die die absolute Mehrheit verteidigte, habe ihn sehr gefreut. Den Konkurrenten zollte er "Respekt für den fairen Wahlkampf". Eine Niederlage habe man hinnehmen müssen, das Sinken der Wahlbeteiligung auf gerade noch 53,01 Prozent: "Das ist schade!"

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In dieselbe Kerbe hieb auch sein SPD-Widersacher Bodo Wißen, nachdem er Spreen zum Wahlerfolg gratuliert hatte: "Die leider nur geringe Wahlbeteiligung von knapp 53 Prozent ist nicht gerade schön. Immerhin die Hälfte der Bürger ist daheim geblieben. Wir hatten gehofft, etwas Boden gut machen zu können, aber es ist uns leider nicht gelungen, die Lücke zu schließen. Ich habe geglaubt, dass da mehr drin ist!"

Auch seine Parteichefin, Bundesschatzmeisterin Dr. Barbara Hendricks, fand es bedauerlich, "verloren zu haben". Die Verluste seien an die Linken gegangen, was Hendricks "sehr enttäuschend" fand. Trotzdem sei die SPD auf Kreisebene zuversichtlich, "dass wir unsere Position künftig ausbauen können. Wir lassen uns nicht unterkriegen und sind sturmerprobt", sagte die Kleverin im Kreishaus — und wünschte Wahlsieger Wolfgang Spreen viel Glück.

Super-Ergebnis

Was CDU-Parteichefin Ulrike Ulrich natürlich erst recht tat: "Wolfgang Spreen hat ein Super-Ergebnis geholt". Was Ulrich beachtlich fand, war die Tatsache, dass die CDU gegenüber 2004, als die SPD in einem ganz tiefen Tal steckte und ein hohes Minus einfuhr, ihr Ergebnis und die absolute Mehrheit verteidigt habe.

Auch FDP-Bundestagsabgeordneter Paul K. Friedhoff zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden: "Wir haben jetzt bei vier Wahlen in Folge hervorragende Resultate erzielt. Diese Kommunalwahl ist für die FDP eine sehr gute Vorlage für die Bundestagswahl am 27. September", freute sich der Liberale am Abend im Kreishaus.

Ergebnisse, Sieger, Verlierer

Alle Infos zur Kommunalwahl finden Sie in unserem Special. Eine Übersicht über die Wahlergebnisse in den Städten und Gemeinden finden Sie hier.

(RP)