Tennis : Zoomers eigene Tennisschule

Der niederländische Tennisspieler des LTK Moyland hat sich für den Trainerberuf entschieden. Internationales Jugendturnier geplant.

Der Dauerbrenner geht den nächsten Schritt. Seit 14 Jahren ist Wouter Zoomer nicht nur ununterbrochen eine der tragenden Säulen der Moyländer Tennis-Herren in der Verbands- und Niederrheinliga. Der mittlerweile 39-Jährige hat sich dabei im Laufe der Jahre auch zu einem der gefragtesten Trainer in der Region entwickelt. Dies möchte der in Kleve ansässig gewordene Zoomer fortan mit seiner eigenen Tennisschule nach außen dokumentieren.

Viele Möglichkeiten

"Ich war eine Weile nicht sicher, ob der Trainerberuf auch wirklich meine Bestimmung ist. Aber der Zuspruch ist über die Jahre immer größer geworden, mein Kalender immer voller - so dass ich mich nun entschieden habe, alle anderen Gedankenspiele zu begraben und mich voll und ganz dem Tennis-Training widmen möchte." Die komplette Woche über unterrichtet der ehemalige Profi mittlerweile, und das nicht nur in seiner sportlichen Heimat, beim LTK Moyland.

"Ich bin auch in Reichswalde tätig, in der Wintersaison mache ich fast alles im Allround Sports, wo es noch viele Möglichkeiten gibt. Und nicht zuletzt in den Niederlanden habe ich Standorte, an denen ich unterrichte." Dazu nutzt Zoomer, der im nächsten Jahr die Trainer-A-Lizenz erwerben wird, vermehrt auch ausgebildeten Trainer-Nachwuchs, um alle Kunden-Wünsche erfüllen zu können.

"Ab Januar wird mich zudem ein deutscher Kollege unterstützen", verrät Zoomer. Mit diesem zusammen will er nicht nur den starken Aufwärtstrend im Jugendbereich gerecht werden, sondern auch eigene Turnier-Veranstaltungen aus der Taufe heben.

"Unser Ziel ist die Ausrichtung eines internationalen Jugendturniers im Allround Sports in Kleve. Anfangen werden wir aber - schon in diesem Winter - zunächst auf kleinerer Ebene." Spätestens zu Beginn des Jahres soll auch die Internetseite als erste Anlaufstelle für Interessenten fertiggestellt sein.

Zoomer, der beim holländischen Tennis-Papst Henk van Hulst viel trainiert und auch abgeschaut hat, sieht sich selbst zwar als durchaus leistungsorientierten Tennislehrer. Aber er sagt auch: "Ich möchte viel vermitteln. Aber der Spaß soll im Vordergrund stehen. Insofern ist bei mir jeder willkommen, der Lust hat auf Tennis. Am Ende bleiben wir doch eh fast alle Amateure", frotzelt er. Gruppen- oder Einzeltraining, Konditions- und Koordinationstraining oder neue Trends aus den USA, wie das 'Cardio Tennis' (ab Sommer 2012), stehen auf der Leistungsliste von Zoomer.

Nach Dirk Huefnagels (1978 bis 1997) ist der Niederländer aus der Nähe von Arnheim bereits jetzt die Nummer zwei beim LTK, wenn es um die Anzahl der absolvierten Spielzeiten in der ersten Herrenmannschaft geht. "Die 20 kriege ich wohl nicht mehr voll", sagt er, verspricht aber: "Im nächsten Jahr bin ich noch mal aktiv dabei. Und danach bleibe ich ja mindestens als Trainer erhalten."

(RP/rl)