Lokalsport : Wiedersehen mit Kaul

Fußball-Landesliga: 1. FC Kleve empfängt Aufsteiger RSV Praest und die Gocher Viktoria reist zum Spitzenreiter PSV Wesel-Lackhausen

Der 1. FC Kleve hat sich nach dem personellen Neuanfang in der Fußball-Landesliga erstaunlich gut positioniert. Nach zehn absolvierten Begegnungen belegen die Schützlinge von Trainer Thomas von Kuczkowski den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter PSV Wesel-Lackhausen. "Das ist schon ein kleiner Fingerzeig", stellt der FC-Coach fest und unterstreicht: "Da ist die Tabelle aussagekräftig".

Zuletzt sorgten die jungen Wilden zweimal für Aufsehen, als sie erst im Lokalderby die Gocher Viktoria mit 3:1 bezwangen und dann auch beim ehemaligen Zweitplatzierten Duisburger SV mit gleichem Resultat erfolgreich waren. Mit dem Gastspiel des Aufsteigers RSV Praest hält am Sonntag (Anstoß: 14.30 Uhr in der Volksbank-Arena) der Liga-Alltag Einzug am Bresserberg. "Ein Gegner, der schwer bespielbar ist", befindet "Kucze" und erinnert sich an die 0:3-Niederlage im Voba-Cup während der Saisonvorbereitung. Seinerzeit dauerte die Partie allerdings nur 20 Minuten.

"Die Jubeltänze der Praester habe ich noch nicht vergessen, aber man sieht sich immer zweimal im Leben", sinnt von Kuczkowski auf Revanche. Die personellen Voraussetzungen für einen weitereh Heimsieg sind ausgezeichnet. Bis auf Timo Stock und Simon Olfen (beide verletzt) sind alle Mann an Bord. Luis Landers und Lukas Nabbefeld haben mittlerweile die Krankenstation verlassen.

"Ich hoffe, dass viele Zuschauer in die Arena kommen. Das hat die junge Mannschaft wirklich verdient", sagt der FC-Trainer vor dem sonntäglichen Lokalderby. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren FC-Coach und "Kucze"-Vorgänger Sebastian Kaul, der bei den Rechtsrheinischen in der Innenverteidigung spielt. Einer Spielvorverlegung auf gestern oder heute Abend stimmte Praest zum Bedauern der Klever übrigens nicht zu.

Gochs Trainer Manfred Tebeck ist momentan wirklich nicht zu beneiden. Seine Viktoria kommt einfach nicht so recht auf Touren in dieser Vorrunde, in den letzten Wochen gesellen sich nun auch noch verstärkt Verletzungsprobleme gerade bei den wenigen erfahrenen Akteuren hinzu. Somit ist auch am Sonntag beim Gastspiel beim unangefochtenen Spitzenreiter PSV Wesel-Lackhausen das Improvisationstalent des Gocher Übungsleiters gefragt. "Das ist natürlich keine einfache Ausgangslage, aber Jammern bringt ja nichts", blickt er selbst gespannt darauf, mit wem er denn am Sonntag konkret planen kann.

Zumindest eine gewisse Entschärfung an der Verletzungsfront ist zu erwarten. Jan-Philip Maaßen kann nach Bänderanriss mit Tape unter Umständen wieder ran, die am Mittwoch erkrankten Sascha Horsmann und Stefan Osman-Reinkens könnten die Variationsmöglichkeiten ebenso wieder etwas erhöhen. Bezüglich einer Rückkehr von Hajo Peters und Tim Janz in die Formation ist Tebeck eher skeptisch: "Gerade Tim Janz können wir natürlich absolut nicht ersetzen", weiß er um die Problematik des dünnen Kaders.

So konnte er bereits am Mittwochabend im Verbandspokal gegen SF Baumberg nur eine absolute Notelf aufbieten und nahm höchstpersönlich für den Fall der Fälle auf der Bank Platz neben Youngster Björn Gatermann und Pierre Wetzelstiert sich aktuell als sehr wackliges Gebilde.

Der Tabellenführer aus Wesel strotzt vor Selbstvertrauen. Der PSV erledigte am Mittwoch seine Pflichtaufgabe im Nachholspiel bei Borussia Bocholt (2:0) und sonnt sich nun mit sieben Zählern Vorsprung ganz oben. "27 Punkte haben wir noch nie in einer Halbserie geholt, darauf können wir nach jetzt erst zehn Spieltagen schon ein bisschen stolz sein", erklärt Trainer Roger Rütter, der die Saisonziele aber noch nicht korrigieren will.

(RP/rl)
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