1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Triathlon: Wenn in Kessel das Wasser brodelt

Triathlon : Wenn in Kessel das Wasser brodelt

Am Sonntag geht der Gocher "NessTri" in seine sechste Runde. Über der Veranstaltung steht auch diesmal das Motto "Von Sportlern für Sportler". Organisationsleiter Andreas Lötz stellt das Gemeinschaftserlebnis in den Vordergrund.

Wenn morgens das Wasser brodele, der Asphalt glühe und die Laufstrecke bebe, dann sei wieder Triathlonzeit im und am Freizeitbad "GochNess". So beginnt die Einladung des Turnvereins Goch zu dessen Triathlonveranstaltung. Der Ausdauer-Dreiklang aus Schwimmen, Laufen und Radfahren wird am Sonntag von der Triathlonabteilung des Vereins bereits zum sechsten Mal organisiert. Fast 150 Helfer des Vereins werden eingebunden sein, um die Veranstaltung gut über die Bühne zu bringen. Sie werden durch die Freiwillige Feuerwehr, DLRG, den Kanu Club Kleve, Malteser Hilfsdienst und das Team von "GochNess" unterstützt. Das Freiluftstadion des Freizeitbades bietet sowohl den Athleten perfekte Wettkampfbedingungen als auch den Zuschauern ein einzigartiges Erlebnis, die Athleten bei Kaffee und Kuchen tatkräftig anzufeuern.

Da sich im vergangenen Jahr die Dienst habenden Wettermacher von ihrer denkbar ungemütlichsten Seite präsentiert hatten und nicht nur das Schwimmen, sondern auch die anderen Disziplinen zu einer Regenschlacht werden ließen (offenbar hatten sie etwas falsch verstanden), haben die Organisatoren zunächst einmal nur den einen Wunsch, dass die äußeren Bedingungen angenehmer als im vergangenen Jahr sein mögen. Dann wäre eine wichtige Voraussetzung gegeben, den "NessTri" zu dem Breitensportereignis zu machen, wie man es seitens des Veranstalters von Anfang an vor hatte. "Bei uns erhält der Letzte genauso viel Applaus wie der Erste", beschreibt "NessTri"-Organisationsleiter Andreas Lötz die Stimmung während des Wettkampfes. Die war im Übrigen trotz des Dauerregens auch im vergangenen Jahr gut - bei den Aktiven wie den Helfern.

Regelmäßig feiern zahlreiche Athleten beim "NessTri" überglücklich ihre Triathlon-Premiere. Das ist ganz nach dem Geschmack der Verantwortlichen, die sich bei der Planung darauf konzentrieren, möglichst viele Menschen für die Sportart zu begeistern und weniger darauf, Topathleten an den Start zu bringen. Aus diesem Grund wurde in diesem Jahr die olympische Distanz gestrichen. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Volkstriathlon mit Distanzen, die jeder einigermaßen Geübte gut bewältigen kann: 500 Meter Schwimmen im offenen Wasser, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen.

Die Disziplinen des Volks- oder Jedermann-Triathlons lassen sich aber auch aufteilen und als Dreier-Staffel absolvieren. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt. Es starten sowohl ambitionierte Spezialisten wie auch Firmen-, Familien- und Freundesstaffeln. Drei Wertungsklassen werden entschieden: es gibt reine Männer-, reine Damen- und Mixedstaffeln. Sie bilden am Sonntagnachmittag den Abschluss der Veranstaltung.

Lötz betont, dass beim Triathlon nicht die erreichten Zeiten im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Art und Weise, wie diese zustande kamen. Überwiegen soll das Gemeinschaftserlebnis und das Gefühl, nach der intensiven Vorbereitung erfolgreich ins Ziel gekommen zu sein. Und dazu benötigen die Teilnehmer, die die Gocher Veranstaltung dazu nutzen, um ein erstes Mal den Triathlon unter Wettkampfbedingungen aktiv zu erleben, keine spezielle, superteuere Ausrüstung.

Das gilt auch für die Nachwuchssportler, die kürzere Distanzen zu bewältigen haben. So verbringen die Zwölf- bis 17-Jährigen nur 200 Meter im Wasser, zehn Kilometer auf dem Rad und sind abschließend 2 500 Meter auf der Laufstrecke unterwegs. Den noch jüngeren Teilnehmern wird das offene Wasser erspart. Sie schwimmen im Hallenbad und haben insgesamt deutlich kürzere Distanzen vor sich.

Für den diesjährigen Triathlon haben sich 450 Einzelstarter angemeldet, 158 Aktive verteilen sich auf 56 Staffeln. Impressionen von den zurückliegenden Veranstaltungen gibt es im Internet auf der Vereinsseite des TV Goch www.turnvereinGoch.de zu sehen. Dort lassen sich zudem die genauen Regularien nachlesen.

(RP)