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Lokalsport: Wenn der Kollege ein Sportkamerad ist

Lokalsport : Wenn der Kollege ein Sportkamerad ist

Die Volksbank an der Niers, der Kreissportbund und die Barmer GEK zeichneten zum zweiten Mal die "Fittesten Firmen im Kreis Kleve" aus. Auf den ersten Plätzen landeten die Voba Emmerich-Rees und das Klever Reisebüro Jaensch.

Volksbank-Vorstand Wilfried Bosch war bester Laune, als er gestern die "Fitteste Firma im Kreis Kleve" in der Kategorie "über 100 Mitarbeiter" auszeichnete. "Das Geld bleibt in der genossenschaftlichen Familie. Und ich bin stolz darauf, dass ihr die Sparkasse Kleve geschlagen habt", scherzte Bosch, als er die jungen Mitarbeiter der Volksbank Emmerich-Rees begrüßte. Die Kollegen von der rechten Rheinseite hatten sich besonders eifrig am Wettbewerb beteiligt, den die Volksbank an der Niers in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Kleve und der Barmer GEK zum zweiten Mal ausgeschrieben hatte.

15 der insgesamt 223 Mitarbeiter des Emmerich-Reeser Geldinstituts haben sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligt und das Deutsche Sportabzeichen erworben - das reichte in der prozentual berechneten Gesamtwertung zu Platz eins. Zur Belohnung gab's gestern eine Urkunde und einen Scheck in Höhe von 250 Euro. Der mit 150 Euro honorierte Rang zwei ging wie schon im Vorjahr an die Klever Maschinenbaufirma KHS (Kisters). 17 von 287 Mitarbeitern hatten in ihrer Freizeit fleißig Punkte in Sachen Laufen, Springen, Werfen und Schwimmen gesammelt. Platz drei belegte der Vorjahressieger. Diesmal dürfen sich "nur" sechs Kollegen der Firma Voortmann Steuerungstechnik aus Issum das Sportabzeichen anheften.

In der Kategorie "Firmen unter 100 Mitarbeiter" war im zweiten Anlauf des Wettbewerbs bereits der Sonderpreis fällig. "Wir hatten im Vorfeld versprochen, dass wir uns für das Unternehmen, das die 100-Prozent-Quote erreicht, etwas Besonderes einfallen lassen", sagte Carsten Meteling, Leiter der Klever Barmer-Geschäftsstelle. Gesagt, getan: Die acht Mitarbeiter des Klever Reisebüros Jaensch können ihre Kunden demnächst in grünen T-Shirts mit dem Aufdruck "Fitteste Firma im Kreis" begrüßen. Nadine Spronk-Jaensch und ihr Mann Achim Spronk hatten sämtliche sechs Kollegen für das Projekt begeistern können. Für das sportliche Team gab's außerdem noch 250 Euro, Therabänder und eine gemeinsame Übungsstunde in einem Fitness-Studio. Der Chef trägt übrigens die sportlichen Gene in sich. Seine Mutter ist schließlich die Gocher Crosslauf-Legende Marianne Spronk. "Sie hat sich sehr darüber gefreut, dass wir alle das Sportabzeichen erlangt haben", berichtete der Junior. Auf den weiteren Plätzen dieses Wettbewerbs folgte das Spaßbad "Wasserstraelen" (acht von elf Mitarbeitern) vor "Rechtsanwälte Scholten" aus Kleve (drei von neun Kollegen).

Wilfried Bosch und Lutz Stermann, Vorsitzender des Kreissportbundes Kleve, zeigten sich während der Feierstunde in der Gelderner Voba-Zentrale begeistert vom Engagement der Freizeitsportler. "Bei unserem Wettbewerb steht zwar der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Und dennoch stelle ich fest, dass ein gewisser Ehrgeiz vorhanden ist. Denn die meisten Teilnehmer haben den goldenen Fitnessorden erworben", sagte Bosch. Sportsmann durch und durch hatte er auch an die eigene Belegschaft gedacht, die sich außer Konkurrenz am Wettbewerb beteiligt hatten. Sage und schreibe 66 Mitarbeiter der Volksbank an der Niers stellten ihre Fitness unter Beweis. In der Teamwertung behauptete sich die Abteilung "Controlling" vor der Geschäftsstelle Issum und der Abteilung "Marketing und Vertrieb". Die sportlichen Bänker dürfen sich im nächsten Jahr auf eine große Grillparty freuen und anschließend die überflüssigen Kalorien sofort wieder abtrainieren.

(RP)