Nach vielen Rückschlägen im Jahr 2022 Warum der Sylvesterlauf ein Mutmacher für die Szene ist

Goch · Tolle Stimmung, ein großes Starterfeld und Begeisterung im ganzen Dorf: Am Samstag war vieles in Pfalzdorf so wie vor der Corona-Pandemie.

 Dabei sein und Spaß haben: Das ist das Motto für viele Läufer und Läuferinnen in Pfalzdorf – hier ein Quartett der Freien Schwimmer Rheinkamp.

Dabei sein und Spaß haben: Das ist das Motto für viele Läufer und Läuferinnen in Pfalzdorf – hier ein Quartett der Freien Schwimmer Rheinkamp.

Foto: Klaus-Dieter Stade (kds)

2022 war kein gutes Jahr für den Laufsport. Er kam nach der langen Pause wegen der Corona-Auszeit noch nicht richtig wieder in Tritt. Viele Ausrichter klagten über stark rückläufige Teilnehmerzahlen, einige Veranstaltungen mussten gestrichen werden, weil es an Startern mangelte oder Helfer fehlten, um die aufwendige Organisation zu stemmen. Doch es gibt Hoffnung, dass langsam wieder bessere Zeiten für die Volks- und Straßenläufe anbrechen.

Der Sylvesterlauf von Alemannia Pfalzdorf jedenfalls war für einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich in der Szene bestens auskennen, ein Indiz dafür, dass es 2023 wieder aufwärts gehen könnte. „Diese Veranstaltung war auf jeden Fall ein Mutmacher. Die Stimmung war so gut wie vor der Corona-Pause, wenn nicht sogar noch besser“, sagte etwa Anna-Lina Dahlbeck vom TuS Xanten, die im Rennen über 10.000 Meter die zweitschnellste Frau war. Ihr Klubkollege Christoph Verhalen, der über die Distanz Zweiter bei den Männern geworden war, fühlte sich an Zeiten vor der Corona-Pause erinnert. „Es war so, als ob diese Veranstaltung nie weggewesen wäre“, sagte er zum Comeback des Sylvesterlaufs nach drei Jahren Zwangspause. Und Rachid Soufi, Sieger über 10.000 Meter, der zum ersten Mal in Pfalzdorf am Start war, lobte: „Organisaton und Stimmung waren top.“

Sicher: Auch beim Pfalzdorfer Sylvesterlauf wurden in Sachen Meldeergebnis nicht die Spitzenwerte erreicht, die es vor der Pandemie gegeben hatte. Doch mit knapp 2200 Meldungen wurden die Erwartungen des Ausrichters Alemannia immerhin erfüllt. Das ist in diesen Zeiten schon eine Menge wert. Und bei all dem Optimismus, den das Organisationsteam in den vergangenen Monaten immer wieder beim Blick auf das große Läuferfest zum Jahresabschluss an den Tag gelegt hatte, gab’s natürlich auch Zweifel, dass nicht alles wieder so werden würde, wie es vor Corona einmal war. Sie sind seit Samstag beseitigt. „Wir sind total happy“, sagte Tim Verhoeven vom Organisationsteam.

Denn es war kein Problem, die gut 150 Helfer zu finden, die benötigt werden für die Abwicklung des Großereignisses. Und die Stimmung an der Strecke war bestens, was viele Starter und Starterinnen bestätigten. Das ganze Dorf war auf den Beinen, feierte die Sportler und Sportlerinnen – sowie die Tatsache, dass der letzte Tag im Jahr endlich wieder so ablief, wie es über viele Jahre lieb gewonnene Gewohnheit in Pfalzdorf gewesen war.

„Wir haben halt eine starke Dorf-Gemeinschaft. Die Leute haben sich gefreut, dass es endlich wieder weitergeht, nachdem wir zwei Veranstaltungen wegen der Pandemie hatten absagen müssen“, sagte Tim Verhoeven. Das war am Samstag in jeder Minute des Events, in jedem Winkel von Pfalzdorf zu spüren. Und die Läuferszene freute es, dass alles so war, als hätte es die Pandemie nie gegeben. Das schürt die Hoffnung, dass 2023 wieder ein richtig gutes Jahr für den Laufsport werden könnte.

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