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Warum der SV Donsbrüggen in der Fußball-Kreisliga A nur Vorletzter ist

Fußball-Kreisliga A Kleve/Geldern : Die Gründe für die magere Bilanz des SV Donsbrüggen

Die Mannschaft von Trainer Meik Kozak ist in der Gruppe eins nur Vorletzter. Eine Überraschung ist es für Coach und Spieler nicht. Sie wussten, dass es eine schwere Saison wird.

Nach einem erfolgreichen Saisonauftakt mit zwei Siegen in den ersten drei Spielen zeigte die Formkurve des SV Donsbrüggen in der Fußball-Kreisliga A Kleve/Geldern kontinuierlich nach unten. Das Ergebnis ist der neunte und vorletzte Tabellenplatz in der Qualifikations-Gruppe eins. Dennoch herrscht Ruhe rund um das Vereinsgelände am Nössling. Denn die Verantwortlichen des Klubs, Trainer Meik Kozak und das Team, das zuletzt bei der SG Kessel/Ho-Ha mit 1:8 verloren hat, wussten schon vor der Spielzeit, dass sie vor einer sehr schweren Saison stehen würden.

„Unsere personelle Situation war von vornherein klar. Wir wussten, dass die fünf Studenten im Kader nur bis zum Beginn des Wintersemesters zur Verfügung stehen werden und uns dann nicht mehr helfen können. Zudem haben wir sechs Spieler, die beruflich in Schichten arbeiten und deshalb nur alle drei Wochen am Training teilnehmen können“, sagt der Coach.

Wozu der SV Donsbrüggen in kompletter Besetzung fähig ist, mussten der BV Sturm Wissel und der SV Grieth in der frühen Saisonphase feststellen. Gegen beide Mannschaften gab es Siege. Dann musste das Team ständig mit wechselndem Personal antreten, mitunter halfen bis zu vier Akteure aus der zweiten Mannschaft aus. Wegen der Schichtarbeiter sei es, so der Coach, außerdem kaum möglich, dass sich das Team vernünftig einspielen könne.

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Besonders in der Offensive drückt beim SV Donsbrüggen der Schuh erheblich. Erst zehn Treffer gelangen den Blau-Weißen in bisher 15 Partien. „Das ist natürlich viel zu wenig. Auch unsere sonstige Stärke, aus Standardsituationen zum Torerfolg zu kommen, funktioniert derzeit überhaupt nicht“, sagt Meik Kozak.

Dennoch lässt seine Mannschaft  zwischendurch immer wieder mit überraschenden Ergebnissen aufhorchen. So gewann der SV Donsbrüggen am elften Spieltag die Heimpartie gegen den ambitionierten Tabellenzweiten Kevelaerer SV mit 2:1. „Da haben wir wirklich einmal genau das gespielt, was wir können. Wir haben den Gegner mit Leidenschaft und Kampf bezwungen“, so Kozak. Dass dies nicht immer der Fall ist, begründet der Übungsleiter vor allem mit der Personalsituation des A-Ligisten.

Zudem könne er in den letzten Wochen auch die Spieler verstehen, die aufgrund der Entwicklung in der Corona-Pandemie den Fußball in den Hintergrund stellen. Er könne keinem Akteur einen Vorwurf machen, wenn er aus Rücksicht auf die berufliche Zukunft derzeit lieber nicht trainieren und spielen wolle. „Wir sind schließlich keine Profis, das ist unser Hobby. Und da geht die Gesundheit über alles“, sagt Kozak.

Trotz der Probleme halten der Coach und sein Team am gesteckten Ziel Klassenerhalt fest. Den wird der SV Donsbrüggen in der Abstiegsrunde perfekt machen müssen, wenn die Mannschaften auf den Plätzen sechs bis zehn der Gruppe zwei der Kreisliga A die Gegner sein werden. „Da werden die Karten noch einmal komplett neu gemischt. Derzeit kann wohl keiner voraussagen, wie es am Ende ausgehen wird“, sagt Meik Kozak.