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Tischtennis: Wan nicht weit von einer Medaille entfernt

Tischtennis : Wan nicht weit von einer Medaille entfernt

Bei den 56. Jugend-Europameisterschaften in Ostrava erreichte Yuan Wan im Einzel das Viertelfinale. Yuko Imamura kam im Doppel an der Seite der Polin Agnieszka Kaczmarek bis ins Achtenfinale.

Yuan Wan war hin- und hergerissen. Sollte sich der Neuzugang des Tischtennis-Zweitligisten TTVg. Weiß-Rot-Weiß Kleve nun freuen, bei den 56. Nachwuchs-Europameisterschaften in Ostrava gleich in ihrem ersten Jugendjahr bis in das Einzel-Viertelfinale gekommen zu sein. Oder aber dem durchaus möglich gewesenen Sprung in die Vorschlussrunde und dem damit verbundenen Medaillengewinn nachtrauern. "Ich weiß es selber nicht. Auf jeden Fall war mehr möglich", sagte Wan.

Durch sehr gute Leistungen gegen Amanda Fauvel (Schweiz/4:0) und Paulina Knyszewska (Polen/4:1) hatte sie sich für die Runde der letzten acht Mädchen qualifiziert. Gegnerin dort war allerdings mit Lea Rakovac (Kroatien) die aktuelle Nummer zwei der U18-Europarangliste. Die Neu-Kleverin hatte sich im neuen Ranking von Position 31 auf Platz 18 verbessert. "Ich hatte meine Chancen und hätte das Spiel durchaus gewinnen können", ärgerte sich Wan nach der 11:6, 11:13, 8:11, 9:11, 11:8 und 8:11-Niederlage. Besonders das Verspielen einer 9:7-Führung im vierten Durchgang sorgte bei der Schülerin des Deutschen Tischtennis-Internats in Düsseldorf im Nachhinein noch für einen erhöhten Blutdruck. "Hätte ich doch nicht so viele Probleme mit ihren Aufschlägen gehabt."

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Vor ihrer dritten Teilnahme an einer Jugend-EM hätte Wan nicht gedacht, bis in das Viertelfinale vorzustoßen. "Deshalb bin ich, nur vom Ergebnis gesehen, auch wiederum zufrieden." Altersbedingt darf Wan noch zwei Jahre starten. Vielleicht wird es was mit einer Einzelmedaille, nachdem es bei den Schülerinnen vor einem Jahr in Schwechat (Österreich) ebenfalls "nur" zum Sprung bis in das Viertelfinale gereicht hatte, schon im nächsten Jahr in Riva del Garda (Italien).

Für die zweite Starterin des TTVg. WRW Kleve war der Einzel-Wettbewerb nach der dritten Runde beendet. Yuko Imamura musste sich gegen Natalia Bajor (Polen) nach vier Sätzen geschlagen geben. "So deutlich war der Spielverlauf aber nicht", lenkte die 17-Jährige direkt ein und verwies auf die letzten beiden Durchgänge, die erst in der Verlängerung (10:12 und 12:14) verloren wurden. "Im dritten Satz lag ich noch mit 9:6 vorne." Mit dem Abschneiden ist nicht nur das Talent aus Neukirchen-Vluyn, sondern auch Bundestrainer Tobias Kirch zufrieden. "Yuko hat das Leistungsvermögen, unter die letzten 32 oder sogar 16 Spielerinnen zu kommen."

Für Imamura war es altersbedingt der letzte Start bei einer Jugend-Europameisterschaft und damit gleichzeitig auch im deutschen Nationaltrikot. Mit ihrem Abschneiden in Ostrava hat sie sich nicht für eine Nominierung zu den Jugend-Welttitelkämpfen (1. bis 8. Dezember im marokkanischen Rabat) aufgedrängt. Ganz anders dagegen Wan, die sich nicht zuletzt aufgrund ihres jungen Alters und ihrer damit verbundenen Perspektive berechtigte Hoffnungen machen darf, im vierköpfigen Mädchen-Team zu stehen.

In der Doppel-Konkurrenz kam Imamura gleich bei ihrem ersten Turnier an der Seite von Agnieszka Kaczmarek aus Polen bis in das Achtelfinale. Dort erwiesen sich jedoch die topgesetzten Bernadette Szocs und Irina Ciobanu (Rumänien) bei der 7:11, 4:11 und 5:11-Niederlage als eine Nummer zu groß. "In diesem Spiel waren wir ohne Chance", musste Imamura neidlos anerkennen, während die Zweitrundenpartie zuvor gegen Melissa Bours/Melanie Bierdrager (Niederlande) noch mit 3:1 gewonnen wurde.

(RP)