Fußball: Walbeck übernimmt Tabellenführung

Fußball : Walbeck übernimmt Tabellenführung

Fußball-Kreisliga A: Geldern verliert gegen den SV Rindern 1:2 und ist damit die Tabellenführung nach einer Woche wieder los. Das Starterfeld wird kleiner. Viktoria Goch zieht dritte Mannschaft zurück.

Während nun mit dem SV Walbeck schon wieder ein neues Team von der Spitze grüßt, gibt es im Tabellenkeller schon den zweiten Absteiger zu vermelden. Viktoria Goch zog seine 3. Mannschaft zurück. Bereits vor dem ersten Spieltag wurde mit Rheinwacht Erfgen das erste Team vom A-Liga-Spielbetrieb abgemeldet.

Kato Sürün ist nur noch für Viktorias Reserve zuständig. Foto: G. Evers

SV Walbeck - Viktoria Goch II 6:1 (4:0). Walbecks Trainer Andreas Holla sah "einen verdienten Sieg" seiner Mannschaft und darf sich mit dieser nun über die Tabellenführung freuen. Schon zur Pause entschied der SV Walbeck das Spiel für sich. Philipp Pertz legte mit zwei frühen Toren den Grundstein für den Sieg. "Zwar war unsere erste Halbzeit sehr schlecht, aber in der zweiten Hälfte hatten wir uns sehr anständig präsentiert", urteilte Gochs Trainer Kato Sürün. Er haderte in der zweiten Spielhälfte auch mit den Entscheidungen des Schiedsrichters: Natürlich haben wir nicht seinetwegen das Spiel verloren, aber ohne so manche Fehlentscheidung in der zweiten Halbzeit hätten wir die Partie enger gestalten können."

GSV Geldern - SV Rindern 1:2 (0:1). Mit Glück holte sich Rindern einen Sieg in Geldern. "Uns ist es oft gelungen, gerade noch die Gelderner Chancen zu vereiteln, und einmal hat uns auch der Pfosten geholfen", erinnerte sich Rinders Trainer Christian Roeskens und fügte an: "Wir haben ein Tor gemacht, als Geldern drauf und dran war, den Sack zu zu machen." Das sah auch Peter Streutgens, Trainer des GSV, so: "Wir hatten Rindern in der zweiten Halbzeit in die eigene Hälfte gedrängt, und dann kassieren wir das zweite Tor - ärgerlich." Mit der Niederlage ist Geldern nach einer Woche den ersten Tabellenplatz wieder los. "Auch andere werden sich nicht lange vorne halten", mutmaßte Streutgens.

FC Aldekerk - Concordia Goch 3:1 (3:1). Alle vier Tore fielen in der ersten Halbzeit, aber aus Aldekerker Sicht war der Spuk mit dem Wiederanpfiff noch lange nicht vorbei. "In der zweiten Hälfte hat Goch deutlich gemacht, dass es sich noch lange nicht ergeben hat", erinnerte sich FC-Trainer Peter Orlowski. Die Concordia erarbeitete sich viele Chancen, die aber alle nicht zwingend genug waren, um die 1:3-Niederlage doch noch zu verhindern. Orlowski: "Unsere Abwehr war zu strukturiert, das hat es Goch schwer gemacht."

DJK Appeldorn - Siegfried Materborn 3:0 (1:0). "Wir haben schwach gespielt, und doch war der Sieg nie in Gefahr." So lautete das Urteil von Appeldorns Spielertrainer Jens Hoffmann. In einer ereignisarmen ersten Halbzeit brachte Jonathan Klingbeil die DJK in Führung. Bei Materborn kamen derweil nahezu alle Unglücksmomente zusammen. Dreimal musste wegen Verletzungen gewechselt werden, dazu traf Norman Zoller kurz nach seiner Einwechslung ins eigene Tor. "Und trotzdem muss man sagen, dass wir nicht chancenlos waren", sagte Siegfried-Trainer Ottmar Döllekes nach seinem zweiten Spiel als verantwortlicher Coach.

Kevelaerer SV - DJK Twisteden 1:1 (0:0). Ohne Sieger blieb das Derby in Kevelaer. "Es war ein kampfbetontes Spiel und weniger eines mit vielen spielerischen Elementen", erkannte KSV-Trainer Dieter Ehm, der sich mit dem Remis zufrieden zeigte. "Im Vergleich zu den vorherigen Spielen stimmte wieder einmal die Einstellung und das Konzept, was wir uns zurecht gelegt hatten."

Einen bewegten Tag erlebte Kevelaers Spieler Marc Swaghoven, der gegen seinen Bruder Alexander im Derby antrat. Erst traf er zum 1:1 für den KSV, dann musste er nach einer Gelb-Roten Karte in der Nachspielzeit vom Feld.

SV Donsbrüggen - Grün-Weiß Vernum 1:6 (0:3). Rund eine Stunde lang spielte Vernum in Überzahl. "Vermutlich hätten wir aber auch mit elf Mann nicht gewonnen", gräzte SVD-Trainer Frank Bleisteiner. In seinen Augen stimmte in seinem Team nichts: "Keiner war in Normalform, niemand hat Zweikämpfe angenommen." Auf Vernumer Seite war Trainer Sascha Heigl natürlich gut gelaunt: "Wir haben durch Pressing die Oberhand im Mittelfeld behalten und letztlich verdient gewonnen." Bleisteiner abschließend: "Auch in dieser Höhe war der Vernumer Sieg verdient."

TSV Weeze - Viktoria Goch III abgesagt. Am Freitag erfuhr der TSV Weeze, dass sich sein Gegner aus der Kreisliga A verabschiedet hat. Die Gocher Drittvertretung ist damit nach Rheinwacht Erfgen bereits das zweite Team, dass sich vorzeitig vom Spielbetrieb abmeldete.

"Nach dem Training am Donnerstagabend war der Verein der Meinung, dass es mit so wenigen Spielern für zwei Kreisliga-A-Mannschaften einfach keinen Sinn mehr ergibt", sagte Kato Sürün, der als Trainer für die 2. und 3. Mannschaft arbeitet.

Am Samstagmorgen habe Edgar Borgmann, Fußballgeschäftsführer der Viktoria, ihn über den Rückzug informiert, so Sürün. Bereits vor 14 Tagen war Viktoria Goch III mangels Spielern nicht beim FC Aldekerk angetreten. "Durch den Rückzug habe ich nun zu viele statt zu wenige Spieler", sagt Kato Sürün. Die Ergebnisse von Goch III wurden aus der Wertung genommen, wovon der SV Rindern profitiert, der gegen die Gocher verloren hatte.

"Wir haben uns den richtigen Zeitpunkt für eine Niederlage ausgesucht", sagte "Zebra"-Coach Christian Roeskens. Bei manchem Liga-Kontrahenten herrscht aufgrund der zweiten Abmeldung Galgenhumor.

Sowohl Kevelaers Trainer Dieter Ehm als auch sein Materborner Kollege Ottmar Döllekes meinten: "Am besten melden sich noch fünf weitere Teams ab, dann können wir schon frühzeitig den Klassenerhalt feiern."

Jens Hoffmann, der als Spielertrainer der Appeldorner als nächster gegen Goch III angetreten wäre, meint: "Es ist nicht gut, dass man nun wegen der vielen spielfreien Tage aus dem Rhythmus kommt. Das tut nicht jedem gut."

(RP)
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