Volleyball SV Bedburg-Hau und 1. VBC Goch

Volleyball : Deftige 0:3-Pleiten für Hau und Goch

Pech für SV Bedburg-Haus Damen im Spitzenspiel. VBC-Team überrascht Trainer Peters.

Bezirksliga-Damen: Rumelner TV - SV Bedburg-Hau 3:2 (25:23, 23:25, 15:25, 25:14, 15:6). Nicht umgesetzt wurde Haus Plan, das Topspiel gegen Rumeln dynamisch und keineswegs abwartend zu eröffnen. Das Gegenteil trat ein. Mit 5:17 lag die Sechs um Spielertrainerin Petra Stockhorst in Satz eins bald weit zurück. Als wäre damit ein Signal gegeben worden, änderte sich im Topspiel Haus Auftreten. Punkt für Punkt wurde aufgeholt und nicht zuletzt dank starker Aufschläge von Katharina Pohl zum 23:23 war die SVB-Sechs dicht davor, Satz eins noch zu ihren Gunsten zu drehen. Mit 23:25 zum 0:1 kam es aber anders und im Blick auf den weiteren Spielverlauf befand Stockhorst: „Geht der Satz an uns, gewinnen wir die Partie mit 3:0 und Nadine Golibrzuchs Verletzung am Ende von dritten Satz hat weniger Einfluss auf den Ausgang des Spiels.“ Eine berechtigte These: Hau gewann nach dem hauchdünnen Verlust des Auftaktsatzes die folgenden Sätze mit 25:23 und 25:15. Gemeinsam mit Nika Messing war dabei in beiden Durchgängen Mittelblockerin Golibrzuch stärkste Punktsammlerin im SVB-Team.

„Rumeln hat Nadine überhaupt nicht in den Griff bekommen“, sagte Stockhorst. Kurz vor Ende von Satz drei bei 22:12-Führung knickte Golibrzuch aber um, konnte nicht mehr weiter spielen. Ihr Ausscheiden konnte das SVB-Team nicht kompensieren. Hektik macht sich breit. Selbstbewusstsein und Durchschlagskraft waren weg. Rumeln nutzte das und drehte das Spiel noch mit 25:14 und 15:6 zum 3:2.

SVB: Stockhorst, Messing, Brendgen, Golibrzuch, K. Bovet, Pohl, Ebben, Ziems, Finkmann, Petrachi.

ASV Süchteln - 1.VBC Goch 0:3 (22:25, 15:25, 19:25). Ganz ehrlich gab VBC-Trainer Jens Peters nach dem Zu-Null-Sieg seiner Schützlinge über Süchteln zu: „Vor Spielbeginn hätte ich keinen Pfifferling auf uns gegeben.“ Peters Einschätzung war nachvollziehbar, denn bei seinem Team war die Liste fehlender Spielerinnen beinahe so lang wie die der einsatzfähigen.“

Mit nur sechs Spielerinnen stellte sich Gochs Notformation mit der eigentlichen Zuspielerin Laura van de Loo als Mittelblockerin sowie Libera Anna Krauß als Außenangreiferin von selbst auf. Anfangs des Duells mit Schlusslicht Süchteln sah Peters dann auch seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Bis zum 3:9-Rückstand im ersten Satz und in folgenden weiteren Ballwechseln lief im VBC-Team meist nur wenig zusammen. Dank vieler Süchtelner Punktgeschenke und einiger guter eigener Aufschläge kam der VBC auf und war schließlich nach einem beherzten Angriff von Krauß bei 15:15 gleichauf mit Süchteln.

Das 25:22 zur 1:0-Führung leiteten dann Paula Hoffmann per Angriff und Zuspielerin Johanna Ebben per Aufschlag ein. Der Satzgewinn sorgte im VBC-Team für Sicherheit. Zur Freude ihres Trainers holte Gochs Notformation im zweiten und dritten Satz dann das Beste aus ihren Möglichkeiten heraus. Der Lohn dafür waren mit 25:15 und 25:19 zwei Satzgewinne zum 3:0 und die Buchung wichtiger Punkte zum Klassenerhalt.

VBC: Ebben, I. Rühl, Hoffmann, van de Loo, Zeich, Krauß.

Bezirksliga-Herren: SV Bedburg-Hau II - Moerser SC III 0:3 (19:25, 15:25, 10:25) / Kevelaerer SV II - 1.VBC Goch 3:0 (25:2, 25:6, 25:11). Vom Vorteil am Netz in der Sporthalle Am Weißen Tor vor heimischer Kulisse aufschlagen zu können, konnten die Bezirksliga-Schlusslichter Bedburg-Hau und Goch nicht profitieren. Beide Grenzland-Teams mussten in den Duellen mit den Grafenstädtern aus Moers und den Marienstädtern aus Kevelaer sehr deutliche Zu-Null-Niederlagen quittieren. Anders als noch im weniger einseitigen Hinspiel, als Haus Zweitvertretung noch zweimal die Zwanzig-Punkte-Marke überwinden konnte, war nun beim noch knappen 19:25 und dann bei zwei glatten Satzverlusten von 15:25 und 10:25 die Passage dieser Marke für Hau nicht zu packen. Ganz böse unter die Räder kam die junge, nicht in stärkster Besetzung angetretene Gocher Sechs im Duell mit Kevelaer.

Im ersten Satz holte der VBC lediglich zwei Punkte, verdreifachte diese Punktausbeute in Satz zwei sechs und fand dann im dritten Satz beim 2:25, 6:25 und 11:25 zum 0:3 schließlich noch den Weg über die Zehn-Punkte-Marke.

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