Lokalsport : Viktoria sinnt auf Revanche

Im Hinspiel kassierten die Gocher nach katastrophaler Leistung eine 1:2-Heimschlappe gegen Aufsteiger Mülheimer SV 07. Am Sonntag wollen sich die Weberstädter dafür rehabilitieren und die drei Zähler aus Mülheim mitnehmen.

Die Gocher Viktoria durfte gleich in doppelter Hinsicht von einem gelungenen Mittwochabend sprechen. Zum Einen überzeugte die ins Rennen geschickte junge Garde beim eigenen 4:3-Erfolg im Kreispokal beim SV Straelen, zum anderen dürfen die Weberstädter dank der 3:4-Niederlage des PSV Wesel-Lackhausen im Nachholspiel beim 1.FC Bocholt selbst wieder zuversichtlicher im Ligabetrieb nach oben schielen. Bevor die beiden Heimspiele gegen die Topteams PSV Wesel-Lackhausen und Duisburg 1900 anstehen, reisen die Gocher am Sonntag zum Mülheimer SV 07 (Anstoß 15 Uhr). "Wir wollen noch so nah wie möglich oben rankommen und ein paar Plätze gutmachen", gibt Manfred Tebeck die Parole für den Saisonendspurt in der Landesliga aus. In Straelen schonte der Gocher Trainer soweit möglich sein Stammpersonal. Sascha Horsmann, Tim Janz und Dennis Hommers kamen neben dem aus beruflichen Gründen verhinderten Sebastian van Brakel gar nicht zum Einsatz.

Hajo Peters, Pierre Wetzels und Stefan Osman-Reinkens verrichteten nur Teilzeitarbeit. Die meisten dieser Akteure dürften am Sonntag in die Gocher Startelf zurückkehren, auch wenn der zweite Anzug beim allerdings personell auch nicht in Bestbesetzung angetretenen SV Straelen gefiel und vor allem in Hälfte Eins Ball und Gegner laufen ließ. "Das kam dem, was wir uns auch für den Ligabetrieb vorstellen, schon sehr nahe", erklärt Viktorias Co-Trainer Andreas Bergmann. Einige der Nachwuchsakteure machten nachhaltig auf sich aufmerksam. Besonders wusste der dreifache Torschütze Kevin Kitzig zu imponieren, der endlich auch mit Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss aufwartete.

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In Mülheim gilt es für die Gocher auch die Hinspielscharte auszuwetzen (1:2). Manfred Tebeck bezeichnete die damalige Leistung seiner Schützlinge kurz und knapp mit dem Wort "unterirdisch". Defensiv leisteten sich die Weberstädter zahlreiche Aussetzer; nach vorne agierten sie größtenteils geradezu konfus. Aktuell hat Mülheim aber auf einem Abstiegsplatz selbst mit einigen Problemen zu kämpfen. In der Hinrunde auf dem heimischen Kunstrasenplatz noch eine Macht, gab es nach der Winterpause nur noch einen Erfolg gegen Schlusslicht SV Budberg. Gegen die stärkeren Teams aus Kleve, Tönisberg und Moers setzte es allesamt Heimniederlagen. Das 1:1 beim TSV Wa./Wa. am letzten Sonntag gibt wieder etwas mehr Hoffnung, das Ziel sich in der Landesliga zu etablieren zu erreichen. Schließlich mussten die Mülheimer satte 20 Jahre auf den ersehnten Wiederaufstieg in die Landesliga warten. Ein schneller Abschied nach nur einem Jahr wäre da eine herbe Ernüchterung.

(RP)