Fußball : Viktoria-Serie gerissen

Beim VfR Krefeld-Fischeln kassierten die Schützlinge von Trainer Manfred Tebeck die erste Saisonniederlage. Die Gastgeber setzten sich mit 2.0 durch.

Nach der Pokalniederlage gegen den SV Hönnepel/Niedermörmter hat es die Gocher Viktoria nun auch im Ligabetrieb erwischt. Am neunten Spieltag mussten die Schützlinge von Manfred Tebeck beim VfR Krefeld-Fischeln mit 0:2 die erste Niederlage einstecken. Auch wenn klar war, dass die beeindruckende Serie einmal ihr Ende finden würde, so war die Art und Weise doch höchst ärgerlich. "Eigentlich war das eine typische Nullnummer. Wir waren gut in der Partie, haben uns dann aber selbst aus dem Konzept gebracht. Heute war bei uns zu vieles Stückwerk. Letztlich war die Niederlage nicht unverdient, aber absolut unnötig", analysierte Tebeck nach der Schlappe.

Im Duell der Niederrheinliga- Absteiger fand die Gocher Viktoria als erstes Team Zugriff. Die Weberstädter verpassten es allerdings ihre Vorteile in zwingende Torchancen umzumünzen. Lediglich zwei Halbchancen waren Resultat der Gocher Bemühungen. Jörg Webers Abschluss aus gut 20 Metern erfolgte zu zentral (24.); nur eine Minute später vertändelte er glänzend von Ali Gencalioglu eingesetzt aussichtsreich vorm VfR-Keeper Kohnen.

Nach einer guten halben Stunde warfen sich die Gocher irgendwie selbst aus der Bahn und rieben sich teilweise mehr in Verbaldiskussionen mit dem Schiedsrichter auf, als ihre Energie auf die Zweikämpfe zu konzentrieren. Der VfR Krefeld-Fischeln nutzte die Gunst der Stunde nach der Pause direkt mit der ersten eigenen Torszene. Kreiert wurde diese von den Gochern: Mannschaftskapitän Hajo Peters ließ sich den Ball an der Außenlinie abluchsen, Sven Kegel schaltete schnell und setzte Kevin Sonneveld ein, den Sebastian van Brakel nur noch per Foul stoppen konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Stephan Maas zum 1:0 (52.).

Diese Führung verdienten sich die in den Zweikämpfen galligeren Gastgeber im Nachhinein. Die Viktoria agierte zu schläfrig und zeigte sich im Spiel nach vorne ohne den verletzt ausgeschiedenen Gencalioglu und den grippekranken Pierre Wetzels zu harmlos. Gocher Chancen gab es erst wieder in der Schlussminute durch Dennis Hommers und Devran Eroglu. Zu dem Zeitpunkt war die Partie aber schon entschieden.

Rene Hebold hatte die Entscheidung noch verpasst (84.), in der 87. Spielminute aber hatten die Gastgeber einen Konter zum 2:0 abgeschlossen. Sven Kegel wurde dabei von der Gocher Defensive zu zaghaft gestört und setzte den Ball an die Latte, den Abstauber verwertete Sebastian Schulz. Somit hatte nach Spielende mit Stefan Linser lediglich ein Ex-Gocher im Trikot des VfR Grund zum Jubeln.

(RP/jul)