Fußball: Viktoria: Rendezvous im Souterrain

Fußball : Viktoria: Rendezvous im Souterrain

Vor dem spielfreien Wochenende in 14 Tagen stehen für die Gocher Viktoria zwei Richtung weisende Partien auf dem Programm. Nächste Woche geht es zum SC Kapellen-Erft, davor wird am jetzigen Sonntag der VfL Rhede im Hubert-Houben-Stadion erwartet. Damit geht es gegen zwei direkte Kontrahenten im Abstiegskampf, zumindest nach den Erkenntnissen des bisherigen Saisonverlaufes. "Wir wissen um die Wichtigkeit dieser Spiele, auch wenn danach kein Absteiger feststeht", erklärt Viktoria-Trainer Thomas von Kuczkowski. Personell haben die Gocher zwar weiterhin mit Gordon Weniger (Sperre), Frank Rörthmans (Bänderanriss) und Stefan Osman-Reinkens (Bauchmuskelzerrung) drei prominente Ausfälle zu beklagen, mit Tim Haal und Stefan Linser stehen aber immerhin zwei Akteure nach abgelaufener Sperre wieder zur Verfügung. "Das entspannt die Situation ein wenig", freut sich von Kuczkowski, der nach dem überraschenden 3:3 in Ratingen eine verbesserte Stimmung im Kader registriert. "Wir haben da trotz der Ausfälle gezeigt, dass etwas möglich ist. Aber der Punkt ist nur etwas wert, wenn wir nun nachlegen", fordert er volle Konzentration auf das wichtige direkte Duell gegen einen Konkurrenten. "Das Team wird brennen", verspricht er. Allerdings waren die Gocher schon öfter in ähnlicher Ausgangsposition sich mit einem Heimerfolg etwas Luft verschaffen zu können, ließen ihre Möglichkeiten gegen Wülfrath, Bocholt oder Viersen aber ungenutzt. Hoffnung auf Besserung lässt sich auch hier aus dem Ratingen-Spiel ziehen, in dem die Offensive sich erstmals effektiv zeigte und gleich zu drei Treffern durch drei verschiedene Torschützen kam. So soll auch dem VfL Rhede eingeheizt werden. "Rhede verfügt über technisch gute Spieler, steht aber sicher nicht ganz zu Unrecht unten drin. Das gilt aber genauso für uns", erwartet von Kuczkowski ein Duell auf Augenhöhe. Die Rheder wurde von finanziellen Zwängen noch härter gebeutelt als die Gocher Viktoria. Von der Überraschungsmannschaft der Vorsaison ist bei 16 neuen Akteuren kaum noch etwas übrig. Die Erfolgsgaranten der letzten Spielzeit zog es unter anderem zum Lokalrivalen 1.FC Bocholt. So muss Trainer Manuel Jara zunächst kleinere Brötchen backen und strebt den Anschluss ans untere Mittelfeld an. Bis zum 8. Spieltag mussten seine Schützlinge auf den ersten und bisher einzigen Sieg warten (3:2 gegen Viersen). Dem folgte ein starkes 2:2 in Ratingen, am letzten Wochenende mit dem 0:2 gegen Kapellen-Erft aber schon wieder der nächste Rückschlag. "Wir haben dort ohne Einsatzbereitschaft und Leidenschaft gespielt", analysierte Jara, der beim Gastspiel in Goch einen ganz anderen Auftritt erwartet.

VfL Rhede Im Vorjahr zog die Gocher Viktoria gegen die Überraschungsmannschaft der Saison zweimal den Kürzeren. Daheim gab es ein 1:2, auswärts durch einen späten Gegentreffer ein 0:1. Sparzwänge verpassten dem Kader des VfL ein ganz neues Gesicht. Die drei Torschützen gegen Goch aus dem Vorjahr sind jedoch mit Nicolas Wigger, Mike Welter und Marvin Uebbing weiter an Bord.

(RP)