Fußball-Bezirksliga Levon Kürkciyan entscheidet das Derby

Kleve · Der Tabellenzweite Viktoria Goch bleibt Spitzenreiter SV Budberg auf den Fersen, weil der Stürmer in der Nachspielzeit der Partie beim 1. FC Kleve II zum 2:1-Endstand trifft. FC-Coach Marco Schacht dennoch zufrieden.

Viktoria Goch, hier Michel Wesendonk, Jan-Paul Hahn und Daniel Vogel (v.l.), nahm die Hürde beim 1. FC Kleve II, hier Patrick Janssen.

Viktoria Goch, hier Michel Wesendonk, Jan-Paul Hahn und Daniel Vogel (v.l.), nahm die Hürde beim 1. FC Kleve II, hier Patrick Janssen.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Dramatik pur am Bresserberg. Zwei späte Tore sorgten beim 2:1 (0:0)-Derbysieg des Titelaspiranten Viktoria Goch bei der Reserve des 1. FC Kleve für ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle. Am Ende war Gochs Torjäger Levon Kürkciyan der gefeierte Mann, weil er in der ersten Minute der Nachspielzeit mit seinem Siegtreffer dafür sorgte, dass die Viktoria Tabellenführer SV Budberg, der im Parallelspiel ebenfalls seine Hausaufgaben erledigte und 3:0 gegen Alemannia Pfalzdorf gewann, auf den Fersen bleibt.

Schon früh in der Partie wurde klar, dass der Tabellenzweite aus Goch, der das Hinspiel vor heimischer Kulisse noch mit 5:0 für sich entschieden hatte, diesmal nicht so leichtes Spiel haben würde. Die Reserve des Fusionsklubs spielte munter mit und stellte die Viktoria-Defensive gleich mehrfach vor Herausforderungen. So oft sogar, dass sich der Gocher Schlussmann Benedikt Schmitz nach rund 40 Minuten dazu hinreißen ließ, seine Vorderleute einmal gehörig wachzurütteln.

Kurz darauf hätte Simon Schoofs (43.) den 1. FC beinahe in Führung gebracht. Doch auch Lukas Albers im Tor der Gastgeber musste sich in Durchgang eins mehrfach strecken, um einen Rückstand zu verhindern. Torlos ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel heizte sich die Stimmung merklich auf. Nachdem Jan-Luca Geurtz bei einem Zweikampf mit Nicolas Dittrich im Klever Strafraum zu Fall gekommen war, entschied Schiedsrichter Jan Weßels auf Strafstoß – Michel Wesendonk (49.) verwandelte sicher zur Gocher Führung.

In der Folge rückte das sportliche Geschehen ein wenig in den Hintergrund. Diverse verbale Nettigkeiten wurden ausgetauscht. Weil FC-Trainer Marco Schacht vehement die Gelbe Karte forderte, präsentierte sie Referee Weßels ihm gleich zweimal hintereinander, weshalb der Klever Übungsleiter die letzte halbe Stunde hinter der Bande verbringen musste. Von dort sah er dann, wie Marten Albrecht, der zuvor schon den Pfosten getroffen hatte (78.), in der 88. Minute per Distanzschuss zum umjubelten wie verdienten Ausgleich traf. Drei Minuten später ließ Kürkciyan die Klever verstummen.

Schacht war anschließend trotzdem „mächtig stolz“ auf seine Mannschaft. „Ein Punkt wäre heute hochverdient gewesen, weil wir auch spielerisch überzeugt und dem Gegner alles abverlangt haben“, sagte der Klever Trainer.

1. FC Kleve II: L. Albers – G.-L. Dittrich (87. Wegenaer), N. Dittrich, Herzel, van Beusekom (90.+1 Artas) – Albrecht, Shkohi (63. Mölders) – Janssen, Möller – Schoofs, Tenhaft (63. N. Albers).

Viktoria Goch: Schmitz – Ernesti (63. Bozan), Vogel, Hahn, Zaß – Kaczmarek (46. Erkis) – Palla, Kürkciyan, Wesendonk – Geurtz (86. Demiri), Tiganj (46. Jesic).