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Videokonferenzen in den Fußball-Kreisen Kleve-Geldern und Rees-Bocholt

Sport in Corona-Zeiten : Fußball-Kreise sprechen ab Samstag mit den Vereinen

Die Vereine im Kreis Rees-Bocholt werden am Samstag befragt, wie es mit der Saison weitergehen soll. Am Montag und Dienstag sind die Klubs des Kreises Kleve-Geldern an der Reihe. Der Verband Westfalen hat die Spielzeit schon abgebrochen.

Die Termine für die Videokonferenzen mit den Vereinen im Fußball-Kreis Kleve-Geldern stehen fest. Der Kreis wird bei den Klubs an der Basis am Montag und Dienstag jeweils ab 18.30 Uhr nachfragen, ob die seit Mitte März ausgesetzte Saison 2019/2020 abgebrochen werden soll. Bereits am heutigen Samstag werden die Klubs des Kreises Rees-Bocholt ab 14 Uhr befragt.

Bei den bisherigen Videokonferenzen des Verbandes Niederrhein (FVN) hat es eine deutliche Mehrheit dafür gegeben, schnell einen Schlussstrich unter die Spielzeit zu ziehen, um endlich Planungssicherheit zu haben. Wobei das Ergebnis zuletzt bei den Gesprächen des FVN mit den Vertretern des Frauenfußballs nicht ganz so eindeutig war wie zuvor bei den Männern.

„Trotzdem ist eine klare Tendenz zu erkennen. Der Wunsch der meisten Vereine ist es, die Saison abzubrechen und keine Absteiger, aber Aufsteiger zu ermitteln. Doch wir wollen uns auf jeden Fall auch noch die Meinung der Vereine anhören, die in den Kreisligen spielen“, sagt Holger Tripp, Vorsitzender des Fußballausschusses im Kreis Kleve-Geldern. Die Entscheidung, wie es weitergeht, soll dann bis Mitte Mai fallen.

Der Fußball-Verband Westfalen ist schon weiter. Er hat die Spielzeit 2019/2020 in seinen Ligen bereits am Donnerstag für beendet erklärt. Die Saison wird nicht annulliert, sondern gewertet, wobei es keine Absteiger geben wird. Wie die Aufsteiger ermittelt werden, muss jetzt beschlossen werden. Drei Varianten sind in Westfalen in der Diskussion: die Quotientenregel, bei der die gewonnen Punkte durch die Zahl der Spiele geteilt wird, die Wertung der Hinrunden-Tabelle oder die Wertung der Tabelle vom13. März.

„Wir werden uns natürlich alle Ligen genau anschauen und versuchen, die Empfehlungsgrundlage so fair wie möglich für die potenziellen Aufstiegskandidaten zu gestalten. Aufgrund einiger besonderer Situationen in einzelnen Staffeln wird es allerdings sicherlich Härtefälle und Vereine geben, denen wir nicht gerecht werden können“, sagt Reinhold Spohn, Vorsitzender des Fußball-Ausschusses im Verband Westfalen. Diese Entscheidung muss dann – wie auch im Verband Niederrhein – von einem Verbandstag bestätigt werden, der im Juni stattfinden soll.