Fußball-Niederrheinpokal der Frauen Titelverteidiger VfR Warbeyen kommt mühelos weiter

Kleve/Kevelaer · Der Regionalligist wird seiner Favoritenrolle beim 10:0-Erfolg im Achtelfinale beim SV Budberg klar gerecht. Viktoria Winnekendonk ist nach einem 0:4 bei der DJK TuSA Düsseldorf ausgeschieden.

Sophie Schneider (rechts) erzielte drei Treffer beim Sieg des Pokalverteidigers VfR Warbeyen.

Sophie Schneider (rechts) erzielte drei Treffer beim Sieg des Pokalverteidigers VfR Warbeyen.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Der Titelverteidiger VfR Warbeyen ist mühelos ins Viertelfinale des Fußball-Nieder­rheinpokals der Frauen eingezogen. Der Regionalligist gewann seine Achtelfinal-Partie beim Niederrheinligisten SV Budberg am Samstag deutlich mit 10:0 (5:0) und stellte die Weichen dabei schon früh auf Sieg. Viktoria Winnekendonk ist dagegen nach einem 0:4 (0:3) beim Niederrheinliga-Rivalen DJK TuSA 06 Düsseldorf ausgeschieden.

Bereits nach sieben Minuten war der Favorit VfR Warbeyen durch Hanna Hamdi mit 1:0 in Führung gegangen. Der zweite Treffer gelang Zara Rickes in der 26. Minute. Jolina Opladen (31.) und Sophie Schneider (40., 43.) nahmen mit ihren Toren noch vor der Pause das letzte bisschen Spannung aus der Partie. Nach dem Seitenwechsel machte der VfR da weiter, wo er in Durchgang eins aufgehört hatte. Erst erhöhte Schneider (55.) mit ihrem dritten Treffer auf 6:0, dann trug sich auch Opladen (57.) erneut in die Torschützenliste ein.

Rund 20 Minuten lang legte der Regionalligist in der Folge einen niedrigeren Gang ein, ehe in der Schlussphase die Stunde von Selina Grabbe schlug. Die Innenverteidigerin des VfR traf innerhalb von fünf Minuten dreimal (79., 81., 83.) und durfte einen lupenreinen Hattrick bejubeln.

VfR-Trainer Sandro Scuderi war voll des Lobes. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde das gezeigt, was uns in den Pokalspielen bisher ausgezeichnet hat“, sagte er. Man habe nicht lockergelassen und auch in der Höhe vollkommen verdient gewonnen, so der Übungsleiter. „Wir haben in der Offensive vieles ausprobiert und hatten Spaß in unseren Aktionen. Den Schwung wollen wir nun in die letzten zwei Ligaspiele des Jahres mitnehmen“, sagt Scuderi.

VfR Warbeyen: Brouwer – Grabbe, P. Dallmann, C. Rickes – Z. Rickes (68. Kroon), J. Dallmann, Opladen, Hamdi (61. Zemlin) – Hülsken (61. A. Schneider), Grünheid, S. Schneider (68. Koj).

Am Ende musste sich Viktoria Winnekendonk zwar mit 0:4 (0:3) beim Niederrheinliga-Spitzenreiter DJK TuSA 06 Düsseldorf geschlagen geben. Dennoch zeigte sich die Mannschaft im Vergleich zur 1:7-Niederlage in der Meisterschaft beim Schlusslicht Borussia Bocholt II stark verbessert. „Wir sind zwar verdient ausgeschieden, aber der Düsseldorfer Sieg ist um mindestens ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir haben einige unglückliche Gegentreffer kassiert“, sagte Viktoria-Trainer Uli Berns.

Die personellen Probleme erforderten erneut einige ungewöhnliche Maßnahmen. So begann Torjägerin Samira Berns als Linksverteidigerin. Die Gäste waren gut im Spiel, hatten die Düsseldorfer Offensive im Griff. Mit Ausnahme allerdings von Ricarda Brinkmann. Die Mittelstürmerin schoss alle vier Tore.

In der 18. Minute schlug die 24-Jährige, die auch in der Meisterschaft fast in jedem Spiel trifft, mit einem Distanzschuss zum ersten Mal zu. Kurz vor der Pause machte sie mit einem Doppelschlag (39., 44.) den Hattrick perfekt. Die zweite Halbzeit war wenige Sekunden alt, als Brinkmann mit dem Treffer zum 4:0 frühzeitig den Deckel drauf machte. „Anschließend hat sich meine Mannschaft nicht hängen lassen und sich anders als in Bocholt kämpferisch gezeigt. Wir haben aber einfach zu wenig nach vorne gebracht“, sagte Berns.

Viktoria Winnekendonk: Hönning – Böhm (59. Vos), Schmidtmann, Tepaß, Selina Berns, Luyven, Klucken, Rankers (59. Weyers), Samira Berns, Janiszewski, Bousart.

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